Dienstag, 4. Dezember 2007 19:16
Kürzlich erlaubt ein Diözesanbischof eine Sonntagsmesse im Alten Ritus. Doch die Gläubigen, die daran teilnahmen, erlebten ein blaues Wunder.


Der Bischof von Amiens läßt die Piusbruderschaft auf der Straße
vor seiner Kathedrale zelebrieren.
(kreuz.net, Amiens) Vor etwa einer Woche machte die Meldung die Runde, daß der Bischof von Amiens, Mons.
Jean-Luc Bouilleret (54), eine Sonntagsmesse im Alten Ritus erlaubt hat.
Amiens ist eine Stadt mit 136.000
Einwohnern. Sie befindet sich 130 Kilometer nördlich von Paris.
Bischof Bouilleret geriet unlängst
in die Schlagzeilen, weil er sich weigert, eine der 350 in der Diözese Amiens unbenützten Kirchen der
Priesterbruderschaft St. Pius X. zur Verfügung zu stellen.
Die Bruderschaft wurde vor einigen Wochen
aus ihrer bisherigen Kapelle vertrieben. Seit dem 11. November zelebriert sie die Sonntagsmesse in Amiens
auf offener Straße und bei beißender Kälte.
Doch nicht viel besser ging es den Gläubigen, die am
letzten Sonntag an der vom Bischof bewilligten Alten Messe in der Kirche Saint-Roch teilnahmen.
Diese
Liturgie war – nach Angaben der Publikation ‘Letter de Paix liturgique’ – eine Mogelpackung von unliebsamen
Überraschungen. So wurden nicht die Lesungen des Meßbuches für den außerordentlichen Ritus verwendet,
sondern das neue Lektionar gebraucht.
Infolgedessen gab es während dieser Alten Messe zwei Lesungen.
Dazwischen las ein Laie den Psalm, der vom gesungenen Zuruf „Ich war in der Freude, Alleluja“ unterbrochen
wurde.
Nach der Messe fragten sich die Gläubigen, ob es sich bei diesem Mischkult um einen Fehler, um
eine simple Dummheit oder um eine gezielte Provokation gehandelt hat.
Die Publikation „Lettre de Paix
liturgique“ kann leicht verstehen, daß die Gläubigen der Piusbruderschaft ihre Straßenmessen einer
solchen Form der alten Liturgie vorziehen.