Sonntag, 9. Dezember 2007 08:52
kreuzmeldungen
Opfer des Konsums + Details des Angriffs + Biblischer Aberglaube + Ein Frau? + Ort des Opfers
Benedikt XVI.
Benedikt XVI.
Opfer des Konsums

Vatikan. Beim Angelusgebet beim gestrigen Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens geißelte Papst Benedikt XVI. den Mißbrauch von Kindern und Jugendlichen. Letztere würden „leicht zu Opfern von entstellten Formen der Liebe“. Selbst heiligste Dinge, wie der menschliche Leib würden so zu Konsumobjekten – und das manchmal sogar vor der Pubertät.

Details des Angriffs

USA. Der Erzbischof von Los Angeles, Roger Kardinal Mahony, hat auf Anfrage vor der Polizei Details über einen Körperangriff beschrieben, der im vergangenen Juli stattfand. Der Kardinal befand sich in der Nähe seiner Kathedrale, um Briefe einzuwerfen. Da kam ein Mann auf ihn zu, warf ihm Obszönitäten an den Kopf und schlug ihn mit den Fäusten brutal zu Boden. Kardinal Mahony wollte den Vorfall nicht anzeigen. Er pflege es, die Polizei nur in dringenden Fällen – etwa bei der Störung einer Messe – einzuschalten.

Biblischer Aberglaube

Großbritannien. Der Jesuitenbruder Guy Consolmagno Astronom der vatikanischen Sternwarte, hält den wissenschaftlichen Kreationismus für Aberglauben. Bei einem Vortrag im schottischen Glasgow erklärte er diese Woche, daß sich die Wissenschaftler davor hüten sollten, einem Irrglauben zu verfallen. Das berichtete das katholische US-Fernsehen ‘EWTN’. Im Fall des Kreationismus hätten Gläubige eine Theorie erfunden, die angeblich nicht durch wissenschaftliche Fakten gestützt sei.

Ein Frau?

Italien. In einem Interview mit der römischen Tageszeitung ‘La Repubblica’ schloß der Dalai Lama nicht aus, daß sein Nachfolger weiblich sein könnte: „Die Nachfolge des Dalai Lama hängt ausschließlich vom tibetischen Volk ab“, sagte er. Der neue Dalai Lama könnte auch eine Frau sein, sofern dies für das tibetische Volk nützlich sei.

Ort des Opfers

Australien. Der Bischof der südostaustralischen Diözese Parramatta, Mons. Kevin Manning (74), hat kürzlich betont, daß der staatliche Ehevertrag von den Brautleuten nicht auf dem Altar unterschrieben werden dürfe. Das erklärte er auf der Webseite seiner Diözese. Der Altar sei der „Tisch des Opfers“. Dort seien nur Dinge erlaubt, welche die Liturgie betreffen – so der Bischof. Der kirchliche Hochzeitsritus sehe aber keine Unterschriftszeremonie vor. Mons. Manning schlägt vor, die nötigen Unterschriften eventuell nach dem Schlußsegen auf einem besonderen Tisch zu hinterlassen. Anders liege der Fall bei Ordensgelübden, die auf dem Altar unterzeichnet werden. Dadurch übergebe sich der Kandidat in besonderer Weise an Christus – so der Bischof.

© Bild: Ben Pohl, CC
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