Donnerstag, 13. Dezember 2007 08:14
Staub und Schatten + Triumphzug + Trauer um Pater Heribert Bettscheider + Fundamentalistische Gefahr eines radikalen Säkularismus


Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 2. Mai 2007
Staub und SchattenVatikan. Bei der gestrigen Generalaudienz sprach Papst Benedikt XVI. über den Heiligen
Paulinus von Nola († 431). Nach dem frühen Tod seines Kindes entschied sich Paulinus, den Reichtum zu
verlassen und fortan in einer Mönchsgemeinschaft zu leben. Seine Frau schloß sich derselben Gruppierung
an. Der Papst zitierte auch Weisheiten des Heiligen: „Der Mensch ohne Christus ist Staub und Schatten.“
TriumphzugIrland. Seit dem ersten Adventsonntag gibt es in der Kirche St. Kevin in Dublin eine Art
Personalpfarrei für die Alte Messe. Nach Angaben der Webseite ‘Rorate-Caeli.blogspot.com’ will der Erzbischof
von Dublin, Mons. Diarmuid Martin (62), damit die tägliche Messe und die Spendung der übrigen Sakramente
im Alten Ritus gewährleisten. Schon bei der ersten Messe war die Kirche mit rund 600 Gläubigen gut gefüllt.
Demokratie ohne VolkFrankreich. Am Mittwoch unterzeichneten die Präsidenten der drei wichtigsten Institutionen
der EU in Straßburg die umstrittene
Grundrechte-Charta. Die dabei gehaltenen Reden quittierten rund hundert
kritische EU-Abgeordnete mit Pfiffen und Buh-Rufen. Einige forderten auf Spruchbänder vergeblich eine
Volksabstimmung über die Charta.
Trauer um Pater Heribert BettscheiderDeutschland. Der Leiter des
Steyler Missionswissenschaftlichen Instituts in Sankt Augustin, Pater Heribert Bettscheider (69), starb
am 11. November an den Folgen einer Krebserkrankung. Der Geistliche wurde als viertes von fünf Kindern
im Dorf Wiesbach in der Südwestpfalz geboren. Nach seinem Abitur 1957 trat er in das Noviziat der Steyler
Missionare ein. 1966 wurde er Lektor für Dogmatik in Sankt Augustin. In den nächsten vierzig Jahren
bekleidete er zahlreiche Führungspositionen innerhalb der Ordensgemeinschaft als Rektor der ordenseigenen
Hochschule, Vizeprovinzial der norddeutschen Provinz der Steyler Missionare und Rektor der Niederlassung
St. Augustin.
Fundamentalistische Gefahr eines radikalen Säkularismus„Nationalsozialismus und Stalinismus
sind eher Belege für die fundamentalistische Gefahr eines radikalen Säkularismus, also genau der Haltung
zum Leben, von der sich
Dawkins und andere ‘Gotteswahnkrieger’ Heilung von aller religiös motivierten
Unmenschlichkeit erhofften. Vordergründige Überzeugungskraft gewinnt dieser weltanschauliche Atheismus
also mit den Mitteln des Verschweigens.“
Aus: Petra Bahr, Blendende Luftnummern, ‘Rheinischer Merkur’
vom 8. November 2007.© Bild: public domain