Mittwoch, 12. Dezember 2007 18:44
Übermorgen kommt es raus – heute ist es schon bekannt
Die römische Kongregation für die Glaubenslehre wird versuchen, den seit dem Zweiten Vatikanum verpönten Missionsgedanken zu rehabilitieren.
Webseite der Glaubenskongregation
Webseite der Glaubenskongregation
(kreuz.net) Am Freitag wird die römische Glaubens- kongregation ein Dokument über einige Aspekte der Evangelisation publizieren.

Das Dokument wurde in den vergangenen Tagen von Papst Benedikt XVI. genehmigt.

Doch nach einer unseligen vatikanischen Tradition ist das Dokument bereits an die Medien gelangt. Heute veröffentlichte die Mailänder Tageszeitung ‘Il Giornale’ Auszüge daraus.

Das Dokument umfaßt 19 Seiten und ist auf den 3. Dezember datiert.

Es spricht von einer „wachsenden Konfusion“, aufgrund derer die Mission als eine angebliche Einschränkung der Freiheit des anderen und als „Haltung der Intoleranz“ hingestellt wird.


Vereinzelt werde auch geglaubt, daß es genüge, die anderen zu ermutigen, nach ihrem Gewissen zu handeln oder ihre eigene Religion zu befolgen, ohne einer Konversion zum Katholizismus den Vorrang zu geben.

Das Dokument erwähnt auch den Irrglauben, wonach es nicht nötig sei, Christus zu verkündigen, weil man sich selber retten könne.

Es bezeichnet den Relativismus und die Vorstellung, „daß alle Überzeugungen gleichwertig sind“ als Ausdruck jener Schwierigkeiten, die sich heute dem Missionsgedanken entgegenstellen.

Mit Bezug auf das Zweite Vatikanum erklärt das Dokument, daß sich die Wahrheit aufgrund der Kraft der Wahrheit selber durchsetzt.

Gleichzeitig erklärt es, daß der ehrliche Appell an die menschliche Einsicht und Freiheit im Hinblick auf eine Begegnung mit Christus keine unangebrachte Einmischung sei.

Die Einverleibung neuer Glieder in die Kirche sei nämlich nicht die Ausweitung einer Machtgruppe, sondern „der Eintritt in ein Netz der Freundschaft“ mit Jesus Christus.

Auch wenn Nichtchristen – so das Dokument – gerettet werden könnten, müsse die Kirche die Tatsache zur Kenntnis nehmen, daß diesen Menschen ein „größtes Gut“ fehle – nämlich die Kenntnis des wahren Gesichtes Gottes und die Freundschaft mit Christus.
Copyright © 2008 kreuz.net