Donnerstag, 13. Dezember 2007 21:22
Atombombensicher für die Alte Messe
Der verstorbene österreichische Kardinal Alfons Stickler war ein großer Freund der Alten Messe. Die Erzdiözese Wien unterschlug dieses besondere Anliegen des Verstorbenen. Sogar die antikirchlichen Medienkonzerne waren objektiver. Pressesplitter.
Kardinal Stickler, RIP
Kardinal Stickler, RIP
Der Papst kondoliert

„Benedikt XVI. sandte zum Tod des 97jährigen Kardinals Alfons Maria Stickler, Archivar und emeritierter Bibliothekar der Römischen Kirche zwei Kondolenzschreiben: eines an die Geschwister des verstorbenen Kardinals und eines dem Generaloberen der Salesianer Don Boscos, Pater Pascual Chavez Villanueva. Der Heilige Vater beschreibt den Kardinal als »aufrichtigen und eifrigen« Mitarbeiter des Heiligen Stuhls. […] Er erwähnte auch das kulturelle und kirchliche Engagement des herausragenden Juristen und bekannten Kardinals.“

Aus der täglichen Medienmitteilung des Pressesaales des Heiligen Stuhls.

Scheidung der Geister

„Überaus ablehnend äußerte sich der konservative Traditionalist Stickler zu dem hierarchiekritischen ‘KirchenVolksBegehren’ in Österreich. Der Kardinal, der ein vehementer Befürworter des vorkonziliaren tridentinischen Meßritus war, sagte damals wörtlich, das »Aufbegehren« richte sich gegen den Papst und »gegen das Wesen unseres Glaubens«. Der Autorität des Lehramtes müsse sich auch das Gewissen des Einzelnen unterordnen.“

Aus einem Bericht der antikirchlichen österreichischen Tageszeitung ‘Standard’.


Seit siebzig Jahren Priester

„In den letzten Jahren lebte Kardinal Alfons Maria Stickler zurückgezogen in seiner Wohnung im Palast der Glaubenskongregation. Doch der gebürtige Österreicher konnte auf ein bewegendes Leben im Dienst der Kirche zurückblicken. Als zweites von insgesamt zwölf Kindern 1910 in Neunkirchen geboren, trat Stickler nach dem Abitur in den Orden der Salesianer Don Boscos ein. Nach seinem Theologiestudium, unter anderem in Turin und Rom, promovierte er an der Päpstlichen Lateranuniversität zum Doktor beider Rechte. [Am 27. März] 1937 wurde er dann zum Priester geweiht.“

Aus dem Nachruf auf Kardinal Stickler auf ‘Radio Vatikan’.

Tendenziöse Berichterstattung

„Während seiner Amtszeit setzte sich Stickler unermüdlich für die Erhaltung und Modernisierung der Vatikan-Bibliothek ein, die nicht nur als Aufbewahrungsort der weltweit reichsten Sammlung an Handschriften (rund 70.000) gilt, sondern auch eine Million gedruckter Bücher, rund 150.000 Kupferstiche und eine überaus wertvolle Münzsammlung umfaßt. Unter anderem wurde unter der Leitung des österreichischen Kardinals ein großer Bunker errichtet, in dem die wichtigsten Schätze der Bibliothek – unter anderem der ‘Codex Vaticanus’ – atombombensicher untergebracht sind.“

Aus dem Pressetext der Erzdiözese Wien. Die Verdienste des Kardinals für die Alte Messe unterschlägt der Text.

Auch ein Verdienst

„Ich bin stolz, daß Österreich eine Persönlichkeit mit der moralischen Autorität wie Kardinal Stickler hervorgebracht hat, der sich auch in aufopfernder Weise um die Rompilger bemüht hat.“

Pressemitteilung des österreichischen Christdemokraten und früheren Bundeskanzlers, Wolfgang Schüssel

Fromm, gütig und gebildet

„»Mit Kardinal Alfons Stickler ist ein zutiefst frommer und gütiger Mensch von uns gegangen«, sagte der Zweite Präsident des [österreichischen] Nationalrates Dr. Michael Spindelegger heute, Donnerstag. Spindelegger bezeichnete Stickler als »hochgebildeten Kleriker«, der sich vor allem durch seine Umgänglichkeit und Menschlichkeit ausgezeichnet habe.“

Presseaussendung des österreichischen Christdemokraten Michael Spindelegger.

© Titelbild: G. Schneeweiß-Arnoldstein, couleurstudent.at
Kardinal Stickler zelebriert ein altrituelles Requiem
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