Freitag, 14. Dezember 2007 08:28
Zukunftsinvestition + Historisch-kritische Krippe + Offizial vor Gericht + Zwischen Spritzen und Mullbinden + Schrumpfende Christenheit – volle Kirchen


Benedikt XVI. mit Jugendlichen in Brasilien.
ZukunftsinvestitionVatikan. Der erste Reichtum eines Landes sei die Jugend. Das erklärte Papst Benedikt
XVI. am gestrigen Donnerstag beim Empfang neuer Botschafter im Vatikan. Es sei eine indirekte Investition
in die Zukunft, wenn man in ihre moralische Reifung investiere.
Historisch-kritische KrippeVatikan.
Jesus soll in Nazareth geboren sein. Das suggeriert die Krippenlandschaft, die heuer auf dem Petersplatz
ausgestellt ist. Zu sehen ist laut ‘Radio Vatikan’ nicht ein Hirtenstall oder eine Grotte, sondern ein
„Haus des Josef“, in dem die Familie in Nazareth wohnte. Der Governatorat des Vatikanstaats behauptete
am gestrigen Donnerstag, daß die Idee zu dieser Krippe aus dem Matthäusevangelium stamme.
Offizial
vor GerichtSchweiz. Der ehemalige Offizial des Bistums Lausanne-Genf-Freiburg soll zwischen 350.00 und
520.000 Franken veruntreut haben. Der 55jährige peruanische Priester muß sich vor einem Strafgericht
in Freiburg verantworten. Der Priester Fernando Lamas Pereyra de Castro war zwischen 1999 und 2003 Offizial
des Bistums. Er habe nicht nur hohe Geldsummen veruntreut, sondern auch falsche Angaben zu seinem Diplom
gemacht, um die Stelle als Offizial zu erhalten.
Zwischen Spritzen und MullbindenSpanien. Der Skandal
um
illegale Kinderabtreibungen in Barcelona weitet sich aus: Anfang dieser Woche wurde ein weiterer Schlachthof
vorläufig geschlossen. Anscheinend haben aber noch andere Abtreibungsanstalten illegale Tötungen durchgeführt.
Bei Analysen des Klinikabfalls traten erschreckende Funde zu Tage: Mindestens zwölf Kinder – bis zu sieben
Monate alt – wurden zwischen Injektionsspritzen und gebrauchten Mullbinden in den Abfalleimern gefunden.
Die Abtreiber verstießen also nicht nur gegen das Gesetz, sondern auch gegen fundamentalste ethische
Grundlagen.
Schrumpfende Christenheit – volle Kirchen„Die Behauptung, das Schrumpfen der Christenheit
zeige sich an leeren Kirchen, ist falsch. Manchmal zeigt es sich gerade an überfüllten Kirchen, weil
die Zahl der angebotenen Gottesdienste schneller schrumpft als die der Gläubigen.“
Aus der Tageszeitung
‘Hannoversche Allgemeine’ vom 13. Dezember 2007.