Montag, 17. Dezember 2007 08:54
Das Testament + Ein großer Politiker + Moslems als Vorwand gegen Weihnachten + Heilige Atheisten + Auch eine Art der Ökumene
Das TestamentVatikan. Beim Requiem für
Alfons Maria Kardinal Stickler las Papst Benedikt XVI. mehrere
Passagen aus dem geistlichen Testament des Verstorbenen: „Die Madonna wird auch im Augenblick meines Todes
ganz Mutter sein, die ihre Liebe und ihr Erbarmen auch den weniger treuen Kindern schenkt.“ Am Ende seines
Testamentes schrieb der Kardinal: „Ich glaube, hoffe, liebe; vergib meine Schwäche im Glauben, in der
Hoffnung und in der Liebe und führe mich, mein Gott, ins Reich deiner Liebe.“
Ein großer Politiker
Vatikan. Der Dekan des Kardinalskollegiums, Kardinal Angelo Sodano (80), glaubt, daß Papst Johannes
Paul II. den Beinamen „der Große“ verdient hat. Kardinal Sodano war unter Johannes Paul II. Staatssekretär.
In der katholischen Tageszeitung ‘Avvenire’ meinte er: „Ich war Zeuge der Mühe, die sich Johannes Paul
II. bei internationalen Kontakten gegeben hat, um überall in der Welt die Religionsfreiheit und die Freiheit
der Kirche zu fördern“.
Moslems als Vorwand gegen WeihnachtenBelgien. In Brüssel gibt es heuer in
einigen öffentlichen Gebäuden keine Weihnachtsdekoration. Das berichtete die protestantische Nachrichtenagentur
‘idea’. Der angebliche Grund: Muslime könnten sich in ihren religiösen Empfindungen gestört fühlen.
Mitarbeiter des Empfangs im Brüsseler Justizpalast sollen angewiesen worden sein, Krippen, Weihnachtsbaumkugeln
oder Girlanden, mit denen sie ihren Arbeitsplatz geschmückt hatten, zu entfernen. Man müsse für Muslime
neutral bleiben. In Brüssel stellen die Moslems 17 Prozent der Bevölkerung dar.
Heilige Atheisten
Italien. Der italienische Autor und abgefallene Katholik Umberto Eco (75) hat im römischen Wochenmagazin
‘L’Espresso’ den Papst verdammt, weil dieser in seiner jüngsten Enzyklika den Atheismus für die Greuel
des 20. Jahrhunderts veranwortlich macht. Nicht ohne Grund hätten die Nationalsozialisten den Wahlspruch
„Gott mit uns“ gewählt – fabuliert der nichtsahnende Eco. Auch sei festzuhalten, daß die Militärkapläne
der Spanischen Falangisten die Wimpel gesegnet hätten und daß der angebliche
„Massenmörder Franco“
von religiösen Prinzipien inspiriert worden sei. Eco erwähnt auch Osama Bin Laden und George W. Bush,
der den Irak unter dem Motto „God Bless America“ angegriffen hat.
Auch eine Art der Ökumene„Seit die
Liberale jüdische Gemeinde die benachbarte evangelische Gustav-Adolf-Kirche [in Hannover] übernommen
hat, sind protestantische Seniorenkreise oft im katholischen Gemeindehaus zu Gast. Das große, stählerne
Dachkreuz der Lutheraner hat dort schon Kirchenasyl gefunden. Je kleiner die Kirchen werden, desto unwichtiger
erscheinen Konfessionsunterschiede.“
Aus der Tageszeitung ‘Hannoversche Allgemeine’ vom 13. Dezember
2007.© Bild: Bren Buenaluz, CC