Montag, 24. Dezember 2007 14:04
Geschichtsklitterung auf dem Petersplatz – die Entstehung des bekanntesten Weihnachtsliedes – Johannes Paul II. bringt das Christkind nach Kuba. Merkwürdigkeiten zum Weihnachtsfest.


Christi Geburt auf dem Isenheimer Altar
Weihnachtsgeschichte umgeschrieben„Hätte der Papst öfter aus dem Fenster gesehen, hätte er vielleicht
noch eingegriffen: Die Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz stellt in diesem Jahr zur Verwunderung der
Italiener nicht die Geburt Jesu in einem Stall in Bethlehem dar, sondern erstmals das Familienleben der
Heiligen Familie in Nazareth. »Warum Nazareth?«, fragen italienische Zeitungen. »Will der Vatikan die
Weihnachtsgeschichte umschreiben?«“
Aus einem Bericht der ‘Osnabrücker Zeitung’ zur Krippe auf dem
Petersplatz.Zum Heulen„Beim Weltjugendtag in Köln waren indonesische Mädchen in Düsseldorf im Rotlichtviertel
untergebracht. Wenn sie abends von den gottesdienstlichen Begegnungen zurückkehrten, kamen sie immer
an einer Prostituierten vorbei, der sie begeistert von ihren Erlebnissen bei diesem internationalen Christentreffen
erzählten. Am letzten Tag aber fingen sie plötzlich hemmungslos zu weinen an. Die Prostituierte fragte,
was denn los sei und da sagten sie, sie seien so traurig, daß sie, die Prostituierte, diese Freude des
christlichen Glaubens nicht erleben könne. Wir wissen diese Geschichte nicht von den Indonesierinnen,
die waren in ihre ferne Heimat zurückgekehrt, wir wissen sie von der Prostituierten, die wenig später
bei einem Priester anrief und fragte, wie man Christin werden könne. Es sei das erste Mal in ihrem Leben
gewesen, daß Menschen ihretwegen geweint hätten.“
Der Psychiater, Psychotherapeut und Theologe Manfred
Lütz im Artikel „Frohe Weihnachten, Ihr Atheisten“ für die katholische Zeitung ‘Tagespost’Eine Gitarrenmesse
„In einer kleinen Pfarrei in Oberndorf bei Salzburg war die Orgel kaputt. Der Hilfspriester Joseph Mohr
hat am 24. Dezember 1818 den Text eines selbstverfaßten Gedichtes dem Organisten Franz Gruber gegeben.
Dieser hat in aller Eile eine Melodie dazu komponiert. In der Christmette wurde es dann mit Gitarrenbegleitung
uraufgeführt und fand ‘allgemeinen Beifall’.“
Aus einem Artikel auf der Webseite ‘katholisch.de’ über
die Entstehung des Liedes „Stille Nacht“.Eine kurze Antwort„Der Schauspieler und Kabarettist Helmut
Qualtinger wurde in seiner berühmte Rolle als ‘Herr Karl’ einmal gefragt, was er sich denn so wünsche
beim Anblick der Wiener Einkaufsstraße Mariahilferstraße, wenn sie im Glanze tausendfacher Lichter vor
ihm erstrahlt. »Einen Kurzen«, nuschelte er als Antwort vor sich hin.“
Christian Stelzer in einem Artikel
für die österreichische Monatsschrift ‘Oase des Friedens’25 jährige Pause„Es gab Jahre, in denen
in Kuba kein Weihnachten gefeiert wurde, von 1970 bis 1997. Mehr als 25 Jahre, während derer ein Mantel
des Schweigens über die Erinnerung an die Geburt Jesu gebreitet wurde. Im Vorjahr des Besuches von Papst
Johannes Paul II. in Kuba erklärte die kubanische Regierung – auf Bitte des Heiligen Vaters hin – den
25. Dezember zum Feiertag und von da an wurde Weihnachten wieder öffentlich gefeiert.“
Aus einem in
der katholischen Zeitung ‘Tagespost’ übersetzten Textes des Erzbischofs von Havanna, Jaime Lucas Kardinal
Ortega Alamino.Schwer zu erklären?katholisch.de „Wie können Eltern ihrem Kind
die Jungfrauengeburt
erklären?“
Dr. Albert Biesinger: „Dank göttlicher Kraft kommt Jesus als Sohn Gottes in diese Welt.
Ohne eine Mutter geht das nicht. Deshalb hat Gott Maria ausgewählt, und sie hat Ja dazu gesagt. Dass
sie ein Kind erwartet, ohne vorher mit Josef, ihrem Verlobten, intim gewesen zu sein, ist und bleibt das
große Geheimnis – ebenso wie die Auferweckung Jesu von den Toten. Beides geht weit über unsere menschliche
Vorstellung hinaus.“
Albert Biesinger, Professor für Religionspädagogik an der Universität Tübingen
und Vater von vier Kindern, im Gespräch mit der Webseite ‘katholisch.de’.