Sonntag, 6. Januar 2008 17:08
Jetzt sorgen sie sich um Anstand und Sitte
Den geordneten Formen menschlicher Geschlechtlichkeit hat die ‘Grüne Jugend’ den Krieg erklärt. Gleichzeitig bejammern sie den moralischen Schaden, den sie dabei anrichtet. Ein Kommentar.
Homepage der Webseite 'Bravo'.
Homepage der Webseite ‘Bravo’.
(kreuz.net) Ausgerechnet die ‘Grüne Jugend’ sorgt sich in Deutschland um Anstand und Sitte.

Das berichtete die linkslastige Berliner ‘Tageszeitung’ am 14. Dezember.

Die ‘Grüne Jugend’ kritisiert das jugendgefährdende Magazin ‘Bravo Girl’ dafür, daß es kürzlich gezeigt hat, was 12jährige Mädchen, die für ihren Traumboy attraktiv sein wollen, in der harten Realität der sexuellen Befreiung erwartet.

Mädchen, die ihr Fleisch auf den von Eltern, Erziehern und Staat gewünschten Sexmarkt tragen, müssen diszipliniert am eigenen Körper arbeiten, um auf der Show der Lüste bestehen zu können: Outfit, Haare, Make-up oder Kampf gegen Bein- und Achselbehaarung.

Man kann nicht – wie die ‘Grüne Jugend’ will – totale Freizügigkeit predigen und dabei verschweigen, was sie kostet. Aber das kapieren die grünen Jugendlichen offenbar nicht.

Statt dessen werfen sie dem umstrittenen Magazin in einem Offenen Brief großspurig ein „fatales Frauenbild“ vor.

Als ob die jugendverderbenden Journalisten daran schuld wären, daß sich der Kampf um Paarungsrechte in der freien Wildbahn nach der Dschungelregel „fressen oder gefressen werden“ abspielt.

Die ‘Grüne Jugend’ regt sich auch über „sexistische Witze“ auf, die in der Novemberausgabe des Druckerzeugnisses veröffentlicht wurden.

Solche Scherze seien ein Aufruf an junge Mädchen, „sich und ihr Geschlecht der Lächerlichkeit preiszugeben“. Sie führten zur Verharmlosung sexueller Gewalt.

Wer sich in Sachen menschliche Geschlechtlichkeit noch mehr Lächerlichkeiten zu Gemüte führen will, braucht nur im Leitantrag der ‘Grünen Jugend’ zu lesen, der auf dem 29. Bundeskongreß der Gruppierung verabschiedet wurde.

Kein Wunder also, daß Verlag und Redaktion des besprochenen Druckerzeugnisses auf Nachfrage der ‘Tageszeitung’ nicht zu einer Stellungnahme bereit waren.

Warum auch? Ihnen geht es – wie der ‘Grünen Jugend’ – ums Geschäft und nicht um das moralische Wohlergehen des Deutschen Volkes.

Konklusion der ‘Tageszeitung’: „In einem Mädchenmagazin ist der Junge der Maßstab. Seine Wünsche sind die Hoheitsinstanz für alle elementaren Fragen“.

Das ist richtig, aber nicht die Schuld des „Mädchenmagazins“.

Man kann sich nicht – wie ‘Tageszeitung’ und ‘Grüne Jugend’ – den freien Markt des enthemmten Sexes wünschen und gleichzeitig die Regeln ignorieren, nach denen dieser Markt funktioniert.

‘Bravo Girl’ tut nichts anderes, als der real existierenden Sexismus zu beschreiben.
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