Freitag, 28. Dezember 2007 19:46
Fast alle Apostel und der erste Papst waren verheiratet – ebenso weitere 28 Päpste, wie in der Heiligen Bibel geschrieben steht. Im übrigen gibt es nur noch einen Glaubenssatz.


Webseite der umstrittenen Organisation „Verheiratete Priester jetzt“
(kreuz.net) Der abgefallene Priester
Anzanga Mbewe, der sich jetzt Erzbischof nennt, hat die „Katholisch
Apostolische Nationalkirche von Sambia“ gegründet.
Das berichtete die Tageszeitung ‘The Times of Zambia’
am 26. Dezember.
Mbewe wirkte 17 Jahre als katholischer Priester, bevor er sein Amt wegen einer Frau
aufgab.
Bei der Eröffnungsveranstaltung seiner Gruppierung rief er weitere katholische Priester Sambias
auf, seiner Sekte beizutreten und „ihre gottgegebene Rolle durch Heiraten zu erfüllen.“
Hinter der neuen
Gruppierung scheint der abgefallene Kurienerzbischof
Emmanuel Milingo zu stecken, der bei der Moon-Sekte
Unterschlupf gefunden hat.
Sektenführer Mbewe sieht sich in der Pflicht, seine eigene Kirche zu gründen,
„wo wir die Freiheit der Kinder Gottes genießen können“ – erklärte er bei der Eröffnungsveranstaltung
für seine Gruppierung:
„Niemand sollte überrascht sein, von einer weiteren katholischen Kirche zu hören.“
Mbewe erzählte, daß es schon früher unabhängige Kirchen gegeben habe, besonders im Jahr 1870, als
sich „einige Bischöfe“ wegen der päpstlichen Unfehlbarkeit von Rom losgelöst hätten.
Das Recht, eine
eigene Kirche zu gründen, nimmt sich Mbewe aus den Bestimmungen der ‘Vereinten Nationen’ und der ‘Afrikanischen
Union’.
Für ihn ist der Zölibat – nach eigenen Angaben – der springende Punkt.
Dadurch sei über die
Priester unnötigerweise tiefes Leid und Schmerz gebracht worden.
Mbewe erklärte, daß der in der Bibel
bezeugte Zölibat nicht obligatorisch, sondern freiwillig sei. Nach seinen Angaben hat sich Jesus Christus
geweigert, den Zölibat verpflichtend zu machen.
Fast alle Apostel und der erste Papst, Petrus, seien
verheiratet gewesen, „ebenso weitere 28 Päpste, wie in der Heiligen Bibel geschrieben steht“.
Der Zölibat
wurde nach Angaben von Mbewe im 12. Jahrhundert und aufgrund „zweifelhafter Gründe“ verpflichtend gemacht.
Er sei aber in der Praxis nie akzeptiert worden.
Die Priester und Bischöfe hätten diesem von den Menschen
gemachten Gesetz widerstanden. Sie würden in der Öffentlichkeit zölibatär auftreten. Doch in ihrem
Privatleben gingen sie mit Frauen aus. Das sei heute die Regel.
Mbewe erklärte auch, daß das Problem
des Zölibates dazu geführt habe, daß sich Priester mit HI-Virus angesteckt hätten.
Außerdem erklärte
Mbewe, daß die Kirche mit der Regierung zusammenarbeiten sollte.
Die Tage seien vorbei, als die Kirche
noch „der Feind des Staates“ gewesen sei.