Donnerstag, 3. Januar 2008 18:31
Blasphemie als Marketing-Taktik
Mit Speeren macht Jesus Jagd auf zwölf Verräter: „Jeder hat das Recht, sich über Figuren wie Jesus, Mohammed, Buddha, Lassie, Flipper und wie sie nicht alle heißen, lustig zu machen.“
Das Computerspiel "I am Jesus" motiviert, "den Papst zu töten".
Das Computerspiel „I am Jesus“ motiviert, „den Papst zu töten“.
(kreuz.net) Gestern stellte die Online-Ausgabe des deutschen Computermagazins ‘Chip’ das Computerspiel „I am Jesus“ vor.

Ziel des Spieles ist, als Jesus und mit Hilfe von Speeren Jagd auf zwölf Verräter zu machen.

Die Rahmenbedingungen, auf die der Spieler achten muß, sind Schußstärke, Abwurfwinkel, Windrichtung.

Gelingt dem Spieler ein Treffer, bekommen er einen Punkt, den er für Schutzschilder einlösen kann. Wird der Spieler dennoch getroffen, sinkt seine eigene Lebensenergie. Erreicht diese 0, ist das Spiel zu Ende. Gesiegt hat, wer durch alle Level kommt.

Auf der Webseite des Herstellers können weitere Levelpakete heruntergeladen werden.

Das Fazit von ‘Chip’: Die Story von „I am Jesus“ ist grenzwertig.

Es handle sich um „ein recht lustiges“ Freeware-Spielchen für zwischendurch, „das jedoch schnell an Reiz verliert“.

Der Kommentar eines Lesers: „Wenn Chip.de schon selbst auf die Idee kommt, daß die Story des Spiels grenzwertig ist, warum wird es dann trotzdem zum Download angeboten?“

Ein offenbar religionsfeindlicher Leser kontert: „Jeder hat das Recht sich über Figuren wie Jesus, Mohammed, Buddha, Lassie, Flipper und wie sie nicht alle heißen lustig zu machen, sooft er will nur Menschen unterliegen dem Ehrschutz.“

Wieder ein anderer Leser meint, daß das Spiel „nicht nur grenzwertig, sondern geschmacklos“ sei.

Ein vierter stellt fest, daß Jesus tot sei: „Erben sind keine bekannt, also kann man mit ihm eigentlich machen, was man will.“

Wer Religion in das Zentrum seines Lebens stelle, sei selber schuld – meint schließlich ein fünfter: Das gehöre „in der heutigen Zeit“ nicht in dieses Portal.

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