Dienstag, 8. Januar 2008 09:00
Der Eckstein + Wachsende Distanzierung + Pater Pio exhumiert und aufgebahrt + Kardinal wieder im Einsatz + Wer hat mehr Kinder auf dem Gewissen?


Der Papst muß das Lebensrecht aller Menschen verteidigen.
Der EcksteinVatikan. Papst Benedikt XVI. hielt gestern Montag vor den Mitgliedern des beim Heiligen
Stuhl akkreditierten Diplomatischen Corps eine Ansprache. Der Heilige Vater erinnerte an zahlreiche Krisenregionen
der Erde. Dabei konnte er „nicht umhin, die ständigen Angriffe gegen das Leben des Menschen anzuprangern“.
Die Religionsfreiheit ist für den Papst ein unveräußerliches Erfordernis der Würde jedes Menschen
und ein Eckstein im Gebäude der Menschenrechte.
Wachsende DistanzierungItalien. Gestern hielt der
Präfekt der Päpstlichen Kongregation für die Orden, Franc Kardinal Rodé, die Eröffnungsmesse für
die Generalkongregation der Jesuiten in Rom. Der Kirchenfürst mahnte die Gesellschaft zur Treue gegenüber
der Kirche: „Mit Traurigkeit und Besorgnis sehe ich die wachsende Distanzierung von der Hierarchie.“ Das
entspreche nicht der ignatianischen Spiritualität.
Pater Pio exhumiert und aufgebahrtItalien. Der
Körper des Heiligen Pater Pio wird ab kommenden April zur Verehrung aufgebahrt. Das gab der Erzbischof
von Manfredonia-Vieste-San Giovanni Rotondo, Mons. Domenico Umberto D’Ambrosio (66), am Wochenende bekannt.
Anlaß ist der 40. Todestag Pater Pios am 23. September. Sein Leichnam wird zuerst exhumiert und untersucht.
Dann werden die Reliquien in die Klosterkirche in San Giovanni Rotondo überstellt und können von Pilgern
mehrere Monate verehrt werden.
Kardinal wieder im EinsatzDeutschland. Karl Kardinal Lehmann von Mainz
hat nach seinem dreiwöchigen Kuraufenthalt an Epiphanie im Mainzer Dom erstmals wieder ein Pontifikalamt
zelebriert. Der Kardinal kündigte eine „Entrümpelung seines Terminkalenders“ an. Er wolle sich vorerst
auf Wesentliches und Notwendiges konzentrieren. Kardinal Lehmann war wegen
Herzrhythmusstörungen im Krankenhaus
und auf Kur gewesen.
Wer hat mehr Kinder auf dem Gewissen?USA. Am vergangenen Donnerstag mußte die
US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton bei den ersten Vorwahlen im Bundesstaat Iowa eine vernichtende
Niederlage einstecken. Danach griff sie ihren Hauptrivalen, Barack Obama, an. Sie warf ihm vor, sich zu
wenig für die Kinderabtreibung einzusetzen. Der Angegriffene ließ sich von der größten US-Abtreibungsorganisation
‘Planned Parenthood’ verteidigen. Diese erklärte, daß Obama mehr als zwanzig Jahre lang ein „Anführer
und Aktivist reproduktiver Rechte“ gewesen sei.