Dienstag, 8. Januar 2008 14:16
Wer in der Wirtschaft nicht bestehen kann, kann heute auch anders das schnelle Geld machen – in manchen Bananenrepubliken ist das sogar legal.


In Bananenstaaten holt man sich das schnelle Geld auch auf dubiosen Wegen.
(kreuz.net, Zürich) Das Schweizer Sterbehilfe- Unternehmen ‘Dignitas’ hat seine Preise massiv erhöht.
Das berichtete die Schweizerische ‘Sonntagszeitung’.
Seit dem 1. November zahlen Lebensmüde für ihren
Tod das Dreifache.
Bislang kosteten die Vorbereitungen zum assistierten Selbstmord sowie die Vergiftung
je 1.000 Franken – umgerechnet gut 600 Euro. Nun verlangt die Euthanasie-Firma für Vorbereitung und Tat
je 3.000 Franken – umgerechnet je mehr als 1.800 Euro.
Der Chef von ‘Dignitas’ rechtfertigt die Preissteigerung
in seiner Propaganda-Zeitschrift, die sich ‘Mensch und Recht’ nennt.
Auf einer hinteren Seite redet er
von „gewaltigen Kosten für Justizverfahren“.
Die Euthanasie-Firma war im vergangen Jahr aus mehreren
Wohnungen vertrieben worden. Dort hatten Mitarbeiter von ‘Dignitas’ den Selbstmordkandidaten das tödliche
Gift ausgehändigt.
Anrainer der Wohnungen störten sich an dem Todesgeschäft.
‘Dignitas’ prozessierte –
mit beachtlichem
Medienecho – für den Verbleib der Vergiftungsstation in Wohngebieten.
Nach Angaben
von Minelli mußten dafür „gewaltige Summen von Anwaltskosten“ ausgegeben werden. Er mußte angeblich
sogar „erhebliche Darlehen“ aufnehmen.
Deshalb habe sich die Generalversammlung seines Vereins gezwungen
gesehen, die Mitgliedsbeiträge ab dem 1. November zu verdreifachen.
Minelli verdoppelte auch die Eintrittsgebühr
für neue Mitglieder. Seit dem 1. Januar beträgt sie 200 statt 100 Franken.
Die ‘Sonntagszeitung’ nennt
einen weiteren möglichen Grund für die Preissteigerung.
Minellis Selbstmordfirma verursacht auch dem
Staat Ausgaben.
Denn Selbstmorde fallen in den Bereich außergewöhnlicher Todesfälle. Diese werden
von staalichen Behörden untersucht. Pro Todesfall rücken drei bis vier Polizisten, ein Staatsanwalt
und ein Bezirksarzt oder Rechtsmediziner aus.
Manchmal muß die Leiche auch obduziert werden.
Kostenpunkt
bei einer ‘Dignitas’-Euthanasierung: 3.000 bis 5.000 Franken.
Jährlich belaufen sich die Kosten für
den Staat so auf 1 bis 1,75 Millionen Franken – umgerechnet 600.000 bis 1 Million Euro.
Schweizerische
Politiker wollen diese Kosten nun an die Euthanasie-Firmen übertragen.
Detail am Rande: Minellis Steuerdaten
zeigen seit der Gründung des Selbstmordunternehmens einen erheblichen Vermögenszuwachs.
Nach
eigenen
Angaben stammt das Einkommen aus Erbschaften und Immobilienbesitz.