Freitag, 11. Januar 2008 14:06
Seit dem Zweiten Vatikanum ist in der Kirche alles neu. Das weiß auch ein abgefallener Kurienerzbischof.


Milingo präsentiert sich auf seiner persönlichen Homepage.
(kreuz.net, Rom) Der exkommunizierte sambische Erzbischof Emmanuel Milingo traf am Mittwoch abend auf
dem römischen Flughafen Fiumicino ein.
Begleitet wurde er von seiner südkoreanischen Konkubine Maria
Sung, die er 2001 bei einer Massenhochzeit der Moon-Sekte geheiratet hatte.
In Rom will der exkommunizierte
greise Prälat laut italienischen Medienberichten Werbung für verheiratete Priester machen. Zu diesem
Zweck werde er einen Kongreß organisieren.
Außerdem möchte er ein Buch vorstellen. Es wurde von der
italienischen Journalistin Raffaella Rosa verfaßt und trägt den Titel: „Bekenntnisse eines Exkommunizierten“.
Journalisten sagte der Ex-Prälat nach seiner Ankunft in Rom, daß er angeblich nichts gegen den Zölibat
habe: „Ich bin für die Wahl zwischen Ehe und Zölibat für die Priester.“ Es gebe schon viele verheiratete
Priester in der Kirche.
Milingo machte auch verworrene Angaben zu seinem kirchenrechtlichen Status. Er
behauptete, nicht exkommuniziert zu sein: „Es gibt keine Exkommunikation.“ Diese sei auf dem Zweiten Vatikanischen
Konzil abgeschafft worden.
Weil das afrikanische Moon-Mitglied angeblich mittellos ist – Milingo bekommt
vom Vatikan eine monatliche Pension von etwa 1.000 Euro – wohnt er bei Bekannten in Rom. Er könne sich
kein Hotel leisten.