Samstag, 12. Januar 2008 09:29
Mann und Mann gibt keine Ehe + Opus Dei umbenannt + Was lange währt + Rückfall + Kinderfreundlich?
Mann und Mann gibt keine EheVatikan. Gestern empfing Papst Benedikt XVI. die Polizeibeamten des Sicherheitsinspektorats
im Vatikan zu einem Neujahrsempfang. In seiner Ansprache zitierte der Papst dabei mehrmals aus seiner
Mitte Dezember veröffentlichten Botschaft zum Weltfriedenstag: „Die auf die Ehe zwischen einem Mann und
einer Frau gegründete natürliche Familie als innige Gemeinschaft des Lebens und der Liebe ist der erste
Ort der Humanisierung der Person.“
Opus Dei umbenanntSchweiz. Winzer in Loc im südwestschweizer Kanton
Wallis haben einen Rotwein umbenannt, der bislang „Opus Dei“ hieß. Grund: Im letzten Sommer hatte ein
Anwalt der gleichnamigen Personalprälatur um eine Namensänderung gebeten. Die Winzer fügten sich. Der
Anwalt erhielt als Geschenk für seine freundliche Anfrage zwei Kisten Wein – für den Papst und für
den Prälaten des Opus Dei, Mons. Javier Echevarria.
Was lange währtVatikan. Die neue
Übersetzung
der englischen Meßtexte ist fast fertig. Das hat die Gottesdienstkongregation angekündigt. In den nächsten
Monaten werden die Bischofskonferenzen den Text durchsehen. Dann soll eine endgültige Version erarbeitet
werden. Die neue Übersetzung wird frühestens gegen Ende des Jahres eingeführt. Das ‘Vox Clara Komitee’
überarbeitet die liturgischen Texte seit 2001. Die nächste Sitzung ist im September geplant.
Rückfall
Schweiz. Ein 67jähriger Schweizer Kapuzinerpater hat in Frankreich offenbar erneut einen Jungen geschändet.
Das gestand er vor der Westschweizer Zeitung ‘24 Heures’. Bereits zwischen 1968 und 1972 soll er in der
Schweiz einen Jungen mißbraucht haben. Das Opfer erhielt damals 100.000 Franken – umgerechnet mehr als
60.000 Euro – Schmerzensgeld. Der unzüchtige Pater wirkt seit 1989 in Frankreich.
Kinderfreundlich?
Österreich. Der Vorsitzende der österreichischen Bischofskonferenz, Christoph Kardinal Schönborn,
der evangelische Bischof Michael Bünker, der griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos und der
Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh, haben am Freitag eine allgemein
gehaltene Bürgerinitiative für ein „kinder- und familienfreundlicheres Österreich“ unterzeichnet. Hinter
der Initiative steht die umstrittene ‘Aktion Leben Österreich’. Die Initiative fordert einen öffentlich
finanzierten Hilfsfonds für Mütter in Not und Hilfe für behinderte Kinder und ihre Eltern. ‘Aktion
Leben Österreich’ hat in der Vergangenheit auch die Empfängnisverhütung und die Fristenlösung verteidigt.