Samstag, 12. Januar 2008 17:18
Kürzlich feierten führende Methodisten und Anglikaner in einer römischen Patriachalbasilika ein Jubiläum. Ein Kardinal war auch dabei.


Walter Kardinal Kasper
(kreuz.net, Rom) Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, leitete Anfang
Dezember in Rom eine Jubiläumsfeier der Methodisten.
Das berichtete die römische Nachrichtenagentur
‘Zenit’ Mitte Dezember.
Die Veranstaltung mit führenden Methodisten und Anglikanern fand bereits am
vergangenen 3. Dezember in der römischen Patriachalbasilika Sankt Paul vor den Mauern statt.
Anlaß
der Feierlichkeiten war der 300. Geburtstag von Charles Wesley. Wesley war der Gründer der methodistischen
Gemeinschaft.
„Vor einigen Jahren, wäre eine solche Feier undenkbar gewesen“, erklärte Kardinal Kasper
damals vor der Vatikanischen Tageszeitung ‘Osservatore Romano’.
Die Veranstaltung bedeutet nach Aussagen
des Kardinals nicht, daß es schon morgen eine Einheit mit den Methodisten geben werde. Eines jedoch sei
klar: „Es bewegt sich etwas.“
In seiner Ansprache vor der versammelten protestantischen Prominenz pries
Kardinal Kasper den spirituellen und musikalischen Nachlaß des Gründers der Methodisten.
Wesleys Hymnen
würden auch in den englischsprachigen katholischen Kirchen gesungen – erklärte er: „Über Generationen
hinweg haben sie unseren Lobgesang und unsere Feiern der rettenden Gnade Gottes bereichert.“
Diese Hymnen
würden eine wortgewaltige Sprache sowie die theologische Tiefe der Bibel mit dem jahrhundertalten Glauben
der Kirche verbinden.
Sie beinhalteten auch Themen, die eine Übereinstimmung zwischen Methodisten und
Katholiken bezüglich wichtiger Aspekte des christlichen Glaubens zum Ausdruck brächten.
Stellenweise
seien die Lieder für Katholiken auch verletztend, da sie den polemischen Kontext der Zeit, in der sie
entstanden, widerspiegelten.
Dennoch seien sie auch für Katholiken ein Geschenk.
© Titelbild: Flickr-Benützer
„Florestan“, CC