Dienstag, 15. Januar 2008 08:04
Papst-Haß + Vincenz von Liechtenstein verstorben + Besessen oder Spinner? + Freimaurer im Staatsfernsehen + Motu Proprio ist ökumenisch


Papst Benedikt XVI. besucht am Donnerstag die römische Universität ‘La Sapienzia’.
Papst-HaßItalien. Papst Benedikt XVI. wird am Donnerstag die römische Universität ‘La Sapienzia’
besuchen. Kirchenfeinde unter der Leitung des greisen Physikers Marcello Cini (84) haben Demonstrationen
gegen die Visite angekündigt. Wegen der Proteste wurde der Besuch bereits vom 30. November auf den jetzigen
Termin verschoben. Außerdem hält der Papst nicht wie ursprünglich geplant eine Vorlesung, sondern nur
eine kurze Ansprache. Die Papst-Hasser werfen dem Heiligen Vater vor, als Kardinal den vatikanischen Prozeß
gegen den umstrittenen Astronomen
Galileo Galilei verteidigt zu haben. Extremisten haben jetzt an der
Universität eine „antiklerikale Woche“ ausgerufen.
Vincenz von Liechtenstein verstorbenÖsterreich.
Der ÖVP-Politiker und Nationalratsabgeordnete Vincenz von Liechtenstein ist tot. Er verstarb am Montag
völlig unerwartet im 58. Lebensjahr in seinem Heimathaus nördlich von Graz. Die Todesursache ist bislang
unbekannt. ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel würdigte von Liechtenstein als „wertetreuen Politiker“
und „herausragenden Menschen“. Der Verstorbene studierte Rechtswissenschaften und war 1974 Mitbegründer
der JES-Studenteninitiative – einer Unterorganisation der ‘Paneuropa-Bewegung’. Der ‘Österreichische
Rundfunk’ betonte, daß der Verstorbene oft im Trachtenanzug unterwegs war.
Besessen oder Spinner?Italien.
Viele Menschen mit psychischen Problemen suchen Exorzisten auf. Das berichtete der Erzbischof von Turin,
Severino Kardinal Poletto (74), auf einer psychiatrischen Tagung. Es komme vor, daß jemand von einem
Dämon besessen ist – so Kardinal Poletto – „aber weitaus seltener, als die Menschen glauben“.
Freimaurer
im StaatsfernsehenFrankreich. Die französischen Freimaurer sollen eine eigene Fernseh-Sendezeit erhalten.
Das berichtete die deutsche ‘Katholische Nachrichtenagentur’. Vergangene Woche gab Staatspräsident Nicolas
Sarkozy eine entsprechende Zusage. Die Freimaurer hatten dem Präsidenten einen Besuch abgestattet und
dabei seinen Äußerungen über die Bedeutung der Religion bei Sarkozys
Vatikan-Besuch widersprochen.
Derzeit moderieren im öffentlichen Fernsehen ‘France2’ Katholiken, Protestanten, Muslime, Juden, Orthodoxe
und Buddhisten eine eigene Sendung.
Motu Proprio ist ökumenischRußland. Der Papst ist ein Vermittler
zwischen der jahrhundertealten Tradition und den Erfordernissen der Moderne. Das erklärte der Patriarch
von Moskau und ganz Rußland, Alexeij II., im Gespräch mit der Monatszeitschrift ‘30 Giorni’. Im Motu
Proprio sieht der Patriarch einen der grundlegendsten Aspekte des Wirkens von Benedikt XVI.
© Titelbild:
Francesco Maga, CC