Dienstag, 15. Januar 2008 16:33
Das ‘Zentralkomitee der Deutschen Katholiken’ lobt den zurückgetretenen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz: „Er war doch ein Zeichen und eine Verkörperung einer dialogfähigen Katholischen Kirche“.


Karl Kardinal Lehmann von Mainz
(kreuz.net, Köln)
Stephan Vesper, der Generalsekretär des umstrittenen ‘Zentralkomitees der Deutschen
Katholiken’, bedauert den Rücktritt von Karl Kardinal Lehmann von Mainz als Vorsitzender der Deutschen
Bischofskonferenz.
Generalsekretär Vesper äußerte sich im Interview mit dem Kölner
‘domradio’.
Man
habe zwar – so Vesper – damit gerechnet, daß der Kardinal aufgrund seiner Krankheit nicht mehr die volle
Amtszeit bekleiden würde, daß es aber jetzt so schnell geht, habe ihn überrascht.
Angesprochen auf
die Verdienste von Kardinal Lehmann für die Kirche sagte Vesper:
„Er war doch ein Zeichen und eine Verkörperung
einer dialogfähigen katholischen Kirche.“ Dazu komme die große Menschlichkeit, das sympathische und
fröhliche Auftreten.
Auch an die insgesamt sieben Katholikentage und den Ökumenischen Kirchentag mit
Kardinal Lehmann erinnert sich Vesper gerne.
Für die Laien sei Kardinal Lehmann auch in der alltäglichen
Arbeit ein „verläßlicher Freund“ gewesen.
Die auf seine Arbeitskraft bezogene Formulierung „rücksichtslose
Ausschöpfung“ in Kardinal Lehmanns Rücktrittsschreiben ist für Vesper das Ergebnis seiner kraftvollen
Arbeit:
Lehmann „hat sich vielleicht manchmal zu viel zugemutet. Er hat sehr, sehr viele Einladungen
angenommen. Er wollte überall ein guter Bote der Katholischen Kirche sein“.
Am 18. Februar wird Kardinal
Lehmann nach 21 Jahren aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz
zurücktreten.
Ein Nachfolger soll bereits eine Woche vorher gewählt werden.