Dienstag, 15. Januar 2008 19:03
Dem linksradikalen Pöbel Roms ist es gelungen, den Heiligen Vater in die Knie zu zwingen. Benedikt XVI. kann einen bereits vorbereiteten Vortrag nicht halten.


Papst Benedikt XVI.
(kreuz.net, Vatikan) Papst Benedikt XVI. hat einen für Donnerstag an der römischen Universität ‘La
Sapienza’ geplanten Besuch abgesagt. Das gab das Presseamt des Vatikan heute bekannt.
Es sei angebracht,
den Termin wegen der Vorfälle in den letzten Tage zu „überdenken“.
Seine vorgesehene Ansprache will
Benedikt XVI. der Universität zusenden.
Der Rektor der Universität, der den Papst eingeladen hatte,
bedauert die Entscheidung des Heiligen Vaters.
Anlaß des Besuches wäre der 705. Jahrestag der Gründung
der Universität durch Papst Bonifatius VIII. gewesen.
Linksradikaler GesinnungsterrorZuvor hatten 67
Professoren einen Brief an den Rektor unterzeichnet, in dem sie die Ausladung des Papstes forderten. Die
Universität beschäftigt über 10.000 Mitarbeiter.
Einige fanatisierte Studenten planten Protestaktionen
gegen den Papst. Sie wollten die Rede mit lautem Krach stören.
Im Universitätsgebäude hängen mehrere
antikirchliche Haß-Plakate mit Aufschriften wie „Wissenschaft ist nicht kirchlich“ oder „kein Papst“.
Radikale Physikstudenten haben eine „antiklerikale Woche“ ausgerufen. Die Extremisten äfften vor ihrem
Institut eine Messe nach.
Worte und Wirklichkeit der LinksradikalenDer jüdische Mathematikprofessor
Giorgio Israel, der an der Universität Sapienza lehrt, verteidigt den Papst. Er sieht in den Drohungen
gegen den Papst einen „dramatischer Vorfall – im kulturellen wie im zwischenmenschlichen Sinn.“
Israel
äußerte sich in einem Artikel für die morgige Ausgabe der vatikanischen Tageszeitung ‘Osservatore Romano’.
Die Nachrichtenagentur ‘Zenit’ berichtete schon heute über den Text.
Israel warnt vor einer Kultur ohne
Argumente, die dämonisiert statt diskutiert und Ungeheuer hervorbringt.
Der Mathematiker erinnert an
das Motto des französischen Aufklärers Voltaire († 1778): „Ich werde bis zum Tode kämpfen, damit du
das Gegenteil von dem sagen kannst, was ich denke.“
Ausgerechnet jene, die sich als Verteidiger der Aufklärung
aufspielten, würden sich jetzt gegen eine Ansprache des Papstes wehren.