Mittwoch, 16. Januar 2008 14:49
Ein Vertreter der Kommission ‘Ecclesia Dei’ hat erklärt, daß eine Änderung der Fürbitte für die Bekehrung der Juden, die in der alten Karfreitagsliturgie Verwendung findet, im Vatikan keine Priorität hat.


Karfreitagsliturgie bei der Petrusbruderschaft.
(kreuz.net, Vatikan) Die Abänderung des Gebetes für die Umkehr der Juden in der alten Liturgie des Karfreitages
„ist kein dringendes Problem“.
Das erklärte Prälat Camille Perl in einer Stellungnahme vor der italienischen
Webseite ‘Petrus’.
Der Luxemburgische Prälat ist Sekretär der Kommission ‘Ecclesia Dei’, die sich um
die Altgläubigen kümmert.
Im Augenblick gibt es nach Angaben des Prälaten keine Anstrengungen die
Texte zu verändern „und vermutlich wird es auch keine geben“.
Prälat Perl hält die Sache mit dem Fürbittgebet
für die Juden am Karfreitag für ein „konstruiertes Problem“:
„Es gibt nur sehr wenige Gemeinschaften,
welche die Karfreitagsliturgie im außerordentlichen Ritus feiern, weil es an diesem Tag nur eine einzige
Zelebration gibt.
Mit aller Wahrscheinlichkeit wollen die Pfarrer die Liturgie deshalb im Neuen Ritus
feiern.“
Das Motu Proprio von Papst Benedikt XVI. verbietet private Zelebrationen des Alten Ritus während
der Karwoche.
Öffentliche Feiern seien nur jenen „festen“ Gemeinschaften erlaubt, die den Pfarrer darum
gebeten haben, sowie jenen Instituten, welche die Erlaubnis besitzen, nur im Alten Ritus zu zelebrieren.
Prälat Perl betont auch, daß die bevorstehende Instruktion, welche einige Aspekte des Motu Proprio
klären soll und kürzlich von Staatssekretär Tarcisio Kardinal Bertone angekündigt wurde, das Fürbittgebet
für die Bekehrung der Juden nicht erwähnen wird.
Die Instruktion werde „in nächster Zeit“ erscheinen.
Ein genaues Datum ist noch nicht bekannt.
© Priesterbruderschaft St. Petrus