Mittwoch, 23. Januar 2008 09:19
Zeit für Protestanten + Medizinische Abklärungen + Mord erlaubt, Wein verboten + Unerwarteter Gast + Leer gepredigt


Am Freitag hält der Papst eine ökumenische Vesper.
Zeit für ProtestantenVatikan. Papst Benedikt XVI. trifft am Freitag den Generalsekretär des Weltkirchenrats,
den Methodisten Samuel Kobia, bei einer Vesper in der römischen Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Kobia
wird dem Papst im Namen der 350 Mitgliedsgemeinschaften ein Grußwort übermitteln. Am Freitag geht die
diesjährige Gebetswoche für die Einheit der Christen zuende.
Medizinische AbklärungenSchweiz. Der
Bischof von Basel, Mons. Kurt Koch, hat in den vergangenen Wochen einige Termine abgesagt. Das berichtete
die Schweizer katholische Nachrichtenagentur ‘Kipa’ mit Berufung auf den Generalvikar des Bistum, Pater
Roland Trauffer. Mons. Koch habe auf Anraten seines Arztes gehandelt. Intern erledige der Bischof seine
Arbeit. Die Schweizerische Boulevardzeitung ‘Blick’ berichtete heute, daß der Bischof zwei Tage vor Weihnachten
bei einer Messe in Freiburg am Altar kollabiert ist. Derzeit würden medizinische Abklärungen vorgenommen,
um die Ursache der Schwindelanfälle zu klären.
Mord erlaubt, Wein verbotenSüdafrika. Südafrikanische
Mädchen können ab dem zwölften Lebensjahr ihre ungeborenen Kinder ohne Zustimmung der Eltern abtreiben.
Das beschloß die erste Kammer des Südafrikanischen Parlaments am 17. Januar mit großer Mehrheit. Die
zweite Kammer, der Nationalrat der Provinzen, muß dem Gesetz noch zustimmen. Laut der Nachrichtenagentur
‘Idea’ zeigen jüngste Umfragen, daß 90 Prozent der Südafrikaner die Kinderabtreibung für moralisch
verwerflich halten. In Südafrika darf man erst ab 18 Jahren Alkohol konsumieren.
Unerwarteter Gast
Irland. Der Katholikenhasser und Anführer der ‘Demokratischen Unionisten Partei’, Ian Paisley (81), hat
in Nordirland an einem ökumenischen Gebetstreffen teilgenommen, das von einem katholischen Priester geleitet
wurde. Das berichtete der Britische Rundfunk. Paisley kämpfte jahrelang gegen angebliche „Irrlehren und
götzendienerische Mißbräuche“ in der katholischen Kirche. Auch den Ökumenismus hat er wiederholt verurteilt.
Sein Kommen zu dem Gebetstreffen, rechtfertigte Paisley mit dem Argument, er habe nicht gewußt, daß
es sich um eine ökumenische Begegnung handle.
Leer gepredigt„Mancher Pfarrer muß sich fragen, warum
er die Kirche leer gepredigt hat. So zu tun, als wäre alles gut, würde unseren missionarischen Auftrag
verkennen.“
Aus einem Interview der ‘Berliner Morgenpost’ mit Hans Jürgen van Schweick, dem Diözesanratsvorsitzenden
des Erzbistums Berlin.© Titelbild: Flickr-Benützer „roblisameehan“, CC