Dienstag, 22. Januar 2008 08:00
kreuzmeldungen
Blick nach Osten + Er sieht jung aus + Gerader Weg in den Untergang + Horrorszenario + Gute Freunde
Papst Benedikt XVI. und Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel
Papst Benedikt XVI. und Patriarch Bartholomäus I. von Konstantinopel
Blick nach Osten

Vatikan. Der orthodoxe Patriarch von Moskau und ganz Rußland ist zur Eröffnung des Paulusjahres im Juni nach Rom eingeladen. Das erklärte der Heilige Stuhl gestern Montag. Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, hat auch andere Vertreter christlicher Konfessionen in die Ewige Stadt gebeten – unter anderen den orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I.

Er sieht jung aus

Deutschland. Am Sonntag wurde der neue Bischof von Limburg, Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst, in sein Amt eingeführt. Über tausend Ehrengäste waren geladen, 2.000 Gläubige waren beim Pontifikalamt dabei. Die Lokalzeitung ‘Nassauer Tagblatt’ berichtete über den Eindruck von Benedikt Hardis (8). Der Bube hat gemerkt, daß „viele Bischöfe alt sind“, aber Mons. Tebartz-van Elst „so jung aussieht“. Bei der Messe gab der neue Bischof die erste Personalentscheidung bekannt. Er wird den schon 1993 von Bischof Franz Kamphaus eingesetzten Generalvikar Günter Geis übernehmen.

Gerader Weg in den Untergang

Österreich. Der russisch-orthodoxe Bischof Hilarion Alfeyev von Wien fürchtet nicht einen starken Islam, sondern ein schwaches Christentum. Das erklärte er bei einem Gottesdienst des Ökumenischen Rats in Wien zur Gebetswoche für die Einheit der Christen. Wenn christliche Gemeinschaften eine Revision der theologischen oder moralischen Lehre des Christentums anstrebten, um sie moderner oder angepaßter zu machen, so sei dies der „gerade Weg in den geistlichen Untergang“.

Horrorszenario

Deutschland. Die Meldung über drei geklonten Menschen stößt in Deutschland auf Empörung. Der sozialdemokratische Bioethikexperte Wolfgang Wodarg nannte die Forschungsergebnisse ethisch bedenklich: „Das Klonen von Menschen ist ein Horrorszenario“, sagte er der ‘Berliner Zeitung’. Der sozialdemokratische Bundestagsabgeordneter René Röspel warnt vor einer „unverantwortlichen Grenzüberschreitung“. Er sprach mit der ‘Frankfurter Rundschau’. Forscher, die Klonen wollen, bezeichnet Röspel als „Irre“.

Gute Freunde

„Durch die atmosphärischen Verbesserungen ändert sich auch die Akzeptanz meiner Person im Münsteraner Klerus. Der Pfarrer meines Wohnortes Altenberge muß 1985 einen mehrwöchigen Kuraufenthalt beginnen. Die Pfarrei wird seither von Kaplan Franz-Peter Tebartz-van Elst verwaltet. Im Unterschied zu seinem Chef besucht er Sigrid und mich. Wir werden gute Freunde. Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß ich ihm bei den Gottesdiensten helfe. Wir unternehmen gemeinsam mit ihm Fußwallfahrten nach Telgte und Fahrten in seine niederrheinische Heimat. Nach seiner Kur zurückgekommen willigt der Pfarrer darin ein, ohne daß wir Freunde würden. Sigrid spricht mehrfach mit Bischof Lettmann über die guten Eigenschaften von ‘Franz’. Sie ist daran beteiligt, daß er den vom Bischof finanzierten Lehrauftrag für Homiletik (Predigtkunde) an unserer Fakultät bekommt, in Theologie promovieren und sich für Pastoraltheologie habilitieren kann. Später ist er kurze Zeit Professor für Pastoraltheologie in Passau, ehe er zum Weihbischof von Münster ernannt wird.“

Aus „Theologie ist Biographie. Erinnerungen und Notizen“, Seite 242, von Herbert Vorgrimler. Aschendorff-Verlag Münster 2006.
Copyright © 2008 kreuz.net