Mittwoch, 23. Januar 2008 12:44
Ein gestohlenes Meßbuch, eine verschwundene Weihwasser-Ampulle und ein Altar, auf dem offenbar jemand gelegen hat: Die Polizei tappt im dunkeln.


Symbolfoto
(kreuz.net) Man vermutet Schlimmes. In der Basilika der Gran Madre di Dio in Turin soll es zu Diebstählen
und schwarzen Messen gekommen sein.
Das berichtete gestern die Turiner Zeitung ‘La Stampa’.
Ort des
Geschehens war offenbar das Untergeschoß der Kirche, die im Jahr 1831 als Rundbau im Renaissance-Stil
fertiggestellt wurde.
In dem Untergeschoß befinden sich die sterblichen Überreste von viertausend Piemontesern,
die im Ersten Weltkrieg gefallen sind.
Der Bereich wird von der italienischen Armee verwaltet.
Was ist
geschehen? Letzte Woche wurden im Untergeschoß der Kirche ein Meßbuch und eine Ampulle gestohlen, die
Weihwasser in Erinnerung an die Gefallenen enthält.
Es wurden auch Spuren entdeckt, die darauf hinweisen,
daß in diesem Bereich in den vergangenen Monaten mindestens zwei magische Riten zelebriert wurden.
Entsprechende
Anzeigen sind bei der Militärpolizei eingegangen.
Offenbar ist das Ossarium unter der Kirche leicht
erreichbar. Die Gittertore können – nach Angaben von ‘La Stampa’ – mit einem einfachen Schraubenzieher
aufgebrochen werden.
In Turin ist eine Gruppe von Anhängern einer Sekte tätig, die sich „Kirche Satans“
nennnt.
Diese Gruppe zelebriert offenbar schwarze Messen mit nackten Jungfrauen, die auf dem Altar ausgebreitet
werden.
Dabei werden Hostien, die per Handkommunion ergattert wurden, entweiht.
Solches soll sich in
dem Untergeschoß der Basilika zugetragen haben.
Ein Untersuchungsbeamter ist sich der Sache ziemlich
sicher:
„Ein Seitenaltar des Gedenkortes war vorbereitet, als ob man dort einen menschlichen Körper
auf ihn gelegt hätte. Auf dem Boden gab es Wachs- und Fußspuren von mindestens zehn Personen.“
In Turin
treiben zwei der sieben aktivsten Satanistensekten Italiens ihr Unwesen.
Neben der „Kirche Satans“ gibt
es auch die Sekte der „Söhne Satans“, die sich vor allem mit der Profanierung von Landfriedhöfen beschäftigen.
Offenbar hat die Polizei bisher vergeblich versucht, diese Gruppen zu infiltrieren.
© Bild: flickr-
Benützer „J。 1976“, CC