Freitag, 25. Januar 2008 19:00
Für Studenten gibt es verschiedene Arbeitsangebote. Wer das falsche annimmt, könnte unter Umständen schon bald seinem eigenen Sohn in der Straßenbahn begegnen. Ohne es zu merken.


Auf dem Weg zur Samenspende
(kreuz.net) Eine österreichische Webseite, die sich Studentenjobbörse nennt, hat kürzlich ein seltsames
Angebot für einen Zusatzverdienst publiziert.
Es stammt von einer Privatklinik, die sich „Kinderwunschzentrum“
nennt und nach Samenspendern sucht:
„Helfen Sie kinderlosen Paaren, sich ihren Herzenswunsch zu erfüllen“ –
fleht die Firma in ihren Werbeunterlagen potentielle Mitarbeiter an.
Die Voraussetzungen sind ein Alter
zwischen 19 und 35 Jahren:
„Sie haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes beziehungsweise
laufendes Hochschulstudium“.
Die Firma weist potentielle Samenspender darauf hin, daß es in deren Familie
keine Erbkrankheiten geben darf. Ebenso darf der Sperma-Anbieter nicht an einer Infektionskrankheit leiden.
Er wird auch darauf hingewiesen, daß es nicht erlaubt ist, in Österreich in einem anderen Programm
gleicher Art aktiv zu sein:
„Sie sind zuverlässig und nehmen dieses heikle Thema sehr ernst“ – wird
der Jobsucher weiter ermahnt.
Unter dem Abschnitt „Was wir Ihnen bieten“ erklärt die Firma auf ihrer
Webseite, daß es nach dem österreichischen Fortpflanzungsmedizingesetz nicht erlaubt ist, für eine
Samenspende zu bezahlen.
Es gibt aber ein Hintertürchen: „Wir können Ihnen jedoch eine Aufwandsentschädigung
von 75 Euro pro Spende anbieten, wenn Sie in unser Programm aufgenommen werden.“
Als Kontaktperson bietet
sich eine gewisse Simone S. an, die sich biomedizinische Analytikerin nennt.
© Titelbild: Flickr-Benützer
„Stefan Z.“, CC