Donnerstag, 24. Januar 2008 15:40
Steht beim Opus Dei eine vatikanische Visitation an?
Wer steckte hinter der Liquidierung des Zweiten Vatikanums und des kommunistischen Ostblocks? Die Antwort ist offensichtlich. Doch jetzt wird der Papst alles wieder in Ordnung bringen.
Bild des Opus-Dei Gründers, des heiligen Josemaria Escriva.
Bild des Opus-Dei Gründers, des heiligen Josemaria Escriva.
(kreuz.net) Der Vatikan will eine Visitation der katholischen Personalprälatur Opus Dei durchführen.

Das behauptete die linkslastige spanische Webseite ‘madridpress.com’ am 20. Januar.

Nach Angaben „zuverlässiger Quellen“ habe der Vatikan beschlossen, eine Untersuchung über Natur und Aktivitäten des Opus Dei einzuleiten.

Die Webseite erwähnt in diesem Zusammenhang die Untersuchungen der Glaubenskongregation gegen den „Gründer und Präsidenten der Legionäre Christi, Pater Mercier“ [sic] – was an der Seriosität der Webseite beträchtliche Zweifel hervorruft.

Die Untersuchung des Opus Dei werde – so ‘madridpress.com’ – von zwei Visitatoren, einem Italiener und einem Spanier, durchgeführt.

Die Webseite wirft der Personalprälatur eine angeblich „extreme Geheimhaltung“, „Proselytenmacherei bei Minderjährigen“ und eine Verwechslung der geistlichen Leitung mit dem Sakrament der Beichte vor.

Die besondere kirchenrechtliche Struktur als Personalprälatur erlaube es dem Opus Dei, dem Ortsbischof keine direkten Auskünfte geben zu müssen.

‘Madridpress.com’ verschweigt, daß das bei den Ordensgemeinschaften nicht anders ist.

Diese Unabhängigkeit von den Diözesanstrukturen habe dazu geführt, daß das Opus Dei in seiner „Geschäftsführung“ eine „unbegrenzte Freiheit“ genossen habe.

Das sei auch auf seine guten Beziehungen zum verstorbenen Papst Johannes Paul II. zurückzuführen gewesen.

Nach Angaben der Webseite ist es „bekannt“, daß das Opus Dei vom polnischen Papst für dessen große Unternehmungen – „die Liquidierung des Zweiten Vatikanischen Konzils“ und die „politische Transformation der kommunistischen Länder“ – , gebraucht worden sei.

Im übrigen sei das Opus Dei auch in der ökonomischen Hilfe involviert gewesen, welche die polnische Gewerkschaft Solidarnosc aus Rom erhalten habe.

Dagegen pflege der gegenwärtige Papst, obwohl auch er konservativ sei, keine besonderen Freundschaftsbande mit dem Opus Dei.

Er zeichne sich durch eine besondere Sorge um die kirchliche Disziplin in allen Sphären aus.

Die Kritik am Opus Dei, innerhalb und außerhalb der Kirche, habe in dem Brief, den hundert Ex-Mitglieder der Personalprälatur vor einem Jahr an den Vatikan geschrieben haben, einen Höhepunkt erreicht.
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