Mittwoch, 30. Januar 2008 16:57
Die Geschichte mit dem Kind in der Krippe ist Schnee von gestern. Der modernistische Advent erwartet andere Dinge. Von Georg Joseph Hubermayer.


Homepage der Müncher Pfarrei St. Maximilian.
(kreuz.net) Die Münchner Pfarrei St. Maximilian mit ihrer neuromanischen Kirche liegt im Glockenbachviertel
nahe beim Viktualienmarkt. Die Gegend gilt auch als Zentrum der Homo-Unzüchtigen.
In der Gemeinde regiert
Pfarrer Rainer Maria Schießler (47). Er leitet die Pfarrei seit 1993. Seinen Urlaub verbringt er als
Kellner beim Münchner Oktoberfest.
Hw. Schießler gilt dem Bayerischen Fernsehen bis hin zur Süddeutschen
Zeitung als geschätzter Ansprechpartner in Sachen Lehrmeinung.
Nach Veröffentlichung der letzten Enzyklika
von Papst Benedikt XVI. war er in einer Sondersendung des ‘Bayrischen Rundfunks’ gleich viermal zu sehen.
In der ‘Süddeutschen Zeitung’ erklärte er an Weihnachten, man könne den Menschen heutzutage nicht
mehr mit einem Kind in der Krippe kommen.
Vielleicht deshalb ließ er in seiner Kirche einen besonderen
Adventskalender aufstellen.
Der Kalender ist ein beredtes Zeugnis vom Glaubensverfall und Niedergang
in der Pfarrei St. Maximilian.
Am ersten Dezember geht es darin zum Beispiel um das Gebet. Dieses wird
nicht als Vereinigung mit Gott, sondern – nach einem Ausspruch des libanesischen Poeten Khalil Gibran
(† 1931) – als Treffen mit anderen Menschen verstanden:
„Wenn ihr betet, erhebt ihr euch und trefft in
den Lüften jene, die zur selben Stunde beten und denen ihr nur im Gebet begegnen könnt.“
Interessant
ist auch das Türchen zum 15. Dezember. Dort wird „1 Gen 2,18“ zitiert: „Dann sprach Gott der Herr, es
ist nicht gut, daß der Mensch allein bleibt.“
Das Fenster ist mit dem Schwarz-Weiß-Bild zweier Homos
illustriert, die sich – offenbar im Türeingang zu einem Schlafzimmer – umarmen. Die Darstellung ist immer
noch in der Kirche unter dem Stichwort „Homosexualität“ ausgestellt.
Auch das 24. Türchen hat seinen
Reiz. Dort wird das Lukasevangelium zitiert:
„Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit der Niederkunft
und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe,
weil in der Herberge kein Platz für sie war.“
Interessant ist die Illustration dazu: eine barbusige
Dame, auf deren Brust ein neugeborenes Kind ruht, das sie, nach ihrer dürftigen Bekleidung zu schließen,
in einem wohlgeheizten Krankenhaus der westlichen Welt geboren hat.
Eine gebärende Frau sei doch näher
an „der Realität“ als ein Kind auf Stroh – kommentiert Pfarrer Schießler etwas naiv.
Welche Realität
er meint, sagt er nicht.