Freitag, 1. Februar 2008 08:30
kreuzmeldungen
Mehr Realismus + Vier altgläubige Diakone im Herzen der Kirche + Lieber zumachen + Exorzist hinter Gitter + Nur eine Religion wächst
Papst Benedikt XVI.: Es fördert die Ökumene, Unterschiede im Kirchenverständnis anzusehen.
Papst Benedikt XVI.: Es fördert die Ökumene, Unterschiede im Kirchenverständnis anzusehen.
Mehr Realismus

Vatikan. Papst Benedikt XVI. wiederholte gestern bei einer Audienz für die Mitglieder der vatikanischen Glaubenskongregation, daß die katholische Kirche die einzige Kirche Jesu Christi ist. Damit bekräftigte er das Juli-Schreiben der Kongregation über einige ‘Aspekte bezüglich der Lehre über die Kirche’. Die Unterschiede im Kirchenverständnis würden den Dialog mit anderen christlichen Gemeinschaften nicht behindern, sondern durch mehr Realismus fördern.

Vier altgläubige Diakone im Herzen der Kirche

Vatikan. Am 23. Februar wird in der römischen Lateranbasilika eine ungewöhnliche Zeremonie stattfinden. Der emeritierte Kurienerzbischof, Mons. Luigi de Magistris, weiht vier Seminaristen des französischen Institutes vom Guten Hirten zu Diakonen. Die Zeremonie wurde vom Erzpriester der Basilika, Kardinalvikar Camillo Ruini genehmigt. Die Lateranbasilika ist die Mutter aller Kirchen.

Lieber zumachen

Italien. Kürzlich hielt der Sekretär der Liturgiekongregation, Erzbischof Malcolm Ranjith, in einem Haus der Gemeinschaft Emmanuel einen Vortrag. Dabei erzählte er eine Begebenheit aus der Zeit, als er noch Diözesenbischof in Sri Lanka war. Damals erfuhr Mons. Ranjith vom Tod eines deutschen Pfarrers. Sofort anerbot Mons. Ranjith dem Heimatbischof des Verstorbenen, den besten Priester seiner Diözese als Ersatz nach Deutschland zu schicken. Doch der deutsche Bischof lehnte ab: „Nein, wir schließen die Kirche.“

Exorzist hinter Gitter

Rumänien. Ein orthodoxer Priester, der im Jahr 2005 eine Klosterschwester bei einem Exorzismus umgebracht hat, muß für 14 Jahre ins Gefängnis. Das Opfer des Priesters war die 23jährige Novizin Irina Cornici. Sie wurde an ein Kreuz gefesselt und drei Tage ohne Nahrung und Wasser gelassen. Der Priester und die vier ihm assistierenden Nonnen wurden von der Diözese suspendiert. Die Schwestern müssen für acht Jahre ins Gefängnis.

Nur eine Religion wächst

„Die Volkszählung von 2000 hat gezeigt, daß die beiden großen Kirchen in der Schweiz in den vergangenen dreißig Jahren erheblich Mitglieder verloren haben – die Katholiken 7,5 Prozent, die evangelisch-reformierte Kirche sogar 13 Prozent. Im Vergleich zu 1970 hat sich die Zahl der Eidgenossen, die sich keiner Religionsgemeinschaft zugehörig fühlen, verzehnfacht: von einem auf über elf Prozent.“

Aus dem Artikel „Kirchesein in der Schweiz“ von Stephan U. Neumann der Anfang Januar in der Zeitschrift ‘Christ in der Gegenwart’ publiziert wurde.
Copyright © 2008 kreuz.net