Sonntag, 3. Februar 2008 09:40
kreuzmeldungen
Diplomatisch + Teilweise zurückgenommen + Das Problem liegt in Sodom + Im Gegentrend + Er will keinen Streit
Diplomatisch

Vatikan. Papst Benedikt XVI. empfing gestern den Präsidenten der autonomen Provinz Kosovo, Fatmir Sejdiu. Der vatikanische Pressesaal erklärte anschließend, daß der Papst keine Gelegenheit auslasse, um in dem Land zu Versöhnung und Frieden aufzurufen. Der Heilige Vater habe damit seine Nähe zur Bevölkerung der Region ausdrücken wollen. Zu einer möglichen Unabhängigkeit des Kosovo will sich der Heilige Stuhl nicht äußern.

Teilweise zurückgenommen

Vatikan. Die Seligsprechung der Eltern der heiligen Teresia von Lisieux, der ehrwürdigen Louis Martin und Azelia Martin, geborene Guérin, kann nicht als bevorstehend betrachtet werden. Das erklärte der Präfekt der Selig- und Heiligsprechungskongregation, Jose Kardinal Saraiva Martins, im Gespräch mit der Tageszeitung der italienischen Bischofskonferenz ‘Avvenire’. Auch für die Seligsprechung von John Henry Kardinal Newman muß eine Ärztekommission der Kongregation erst noch ein angebliches Wunder überprüfen. In dem Interview wollte der Kardinal offenbar frühere Aussagen einer bevorstehenden Seligsprechung entschärfen.

Das Problem liegt in Sodom

Schweiz. Der Bischof der Westschweizer Diözese Lausanne/Genf/Freiburg, Mons. Bernard Genoud, hat am Freitag unter dem Druck der Medien zu verjährten Pädophilieskandalen eine Pressekonferenz gegeben. Das Bistum bezahlte bislang an vier Opfer insgesamt 310.000 Franken – umgerechnet knapp 200.000 Euro Schmerzensgeld. Mons Genoud bat die Opfer klerikaler Jugendschändung um Vergebung: „Der Zölibat ist nicht schuld an diesen Fällen, er führt nicht mehr zu Pädophilie als die Ehe.“

Im Gegentrend

Großbritannien. Der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Bischof Bernard Fellay, hat am 19. Januar ein neue Kirche konsekriert. Diese befindet sich in der nordostenglischen Stadt Gateshead und ist dem Heiligsten Namen Jesu geweiht.


Er will keinen Streit

Sorge bereitet dem Freiburger Dompfarrer Claudius Stoffel die Unruhe rund um die Meßfeier im alten Ritus: „Gerade beim Herzstück unseres Glaubens sollte es keinen Streit geben.“

Aus einem kürzlich in der Tageszeitung ‘Freiburger Stadtkurier’ publizierten Artikel.
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