Sonntag, 3. Februar 2008 13:07
Eines ist klar: Keiner hat die Alte Messe so sehr gefördert wie die Modernisten mit ihren selbstgestrickten Messen und liturgischen Selbstdarstellungen.


Alte Messe in Freiburg
(kreuz.net) „Ich war heute in Freiburg in einer Heiligen Messe nach dem außerordentlichen Usus.“
So
beginnt ein Bericht, der von Leser ‘Schwarzes Schaf’ am 20. Januar im Internet-Diskussionsforum
katholon.net
gepostet wurde.
Die Freiburger Messe fand in der kleinen
Adelhauser Kirche statt: „Das Gotteshaus war
total überfüllt.“
Nach Angaben des Forumsteilnehmers waren ungefähr 180 Leute anwesend: „Die Altersverteilung
entsprach einer ganz normalen Gemeindemesse. Sicherlich waren einige aus Neugier gekommen – genau wie
ich.“
Wohltuend fand der Berichterstatter, daß es eine Messe „in der außerordentlichen, nicht in der
unordentlichen Form“ war:
„All das, was mir sonst öfters auf die Nerven geht, gab es nicht, kein banales
Geschwätz am Anfang oder am Ende, keine Kinderbelustigung, keine Show.“
„Und vor allem: keine selbstgestrickte
Liturgie – soweit ich das mit meinen miesen Lateinkenntnissen beurteilen konnte.“
Die gregorianischen
Meßgesänge bezeichnet der Berichterstatter als „toll“:
„Mit dem Kyrie aus der Missa de Angelis und
dem lateinischen Credo kann man mich immer einwickeln. Sonst erlebe ich diese Gesänge nur ab und zu mal
in Pontifikalämtern.“
Der Berichterstatter stellt auch fest, daß die meist hoch emotional diskutierten
Unterschiede zwischen dem Alten Ritus und der de facto Form des Neuen Ritus für ihn gar nicht entscheidend
seien:
„Weder die Zelebration »mit dem Rücken zum Volk« noch das Lateinische störten mich“, auch
nicht die Mundkommunion – „obwohl ich sehr viel lieber mit der Hand kommuniziere.“
Daß die Messe knapp
eineinhalb Stunden und somit viel länger als sonst dauerte, war weder für mich noch für die andere
ein Problem: „Anscheinend hatten alle genug Zeit mitgebracht.“
Dafür stieß sich der Berichterstatter
an dem lateinischen Vortrag von Lesung und Evangelium: „Eine Verkündigung der Schrifttexte auf Latein
und zum Altar hin finde ich schlicht und einfach blöd.“
Gott kenne sein Evangelium ja schon – glaubt
er: „Es muß dem Volk verkündet werden.“
Die angebliche „Wiedereinführung“ des Ambo nach dem Zweiten
Vatikanum sei „richtig und sinnvoll“ gewesen – ebenso die Verkündigung in der Nationalsprache.
In Freiburg
mache der Priester „einen Kompromiß“: „Nach der Verkündigung auf Latein am Hochaltar hat er Lesung und
Evangelium jeweils noch am Ambo auf Deutsch gelesen.“
Das erinnerte den Berichterstatter an seine Gemeinde:
„Wenn etwa eine spanische Gruppe in unserer Gemeinde zu Gast ist, dann hören wir die Schrifttexte hintereinander
in zwei Sprachen. Nur Deutsch am Ambo hätte mir gereicht.“
„Wirklich ärgerlich“ findet er dagegen die
verschiedenen Kalender und die unterschiedliche Leseordnung.
Ein einheitlicher liturgischer Kalender
scheint ihm für die Einheit des Ritus und die innere Einheit der Gemeinden wichtig zu sein: „Ich finde
es fatal, wenn innerhalb einer Diözese, innerhalb einer Gemeinde verschiedene Kalender benutzt werden.“
Zusammenfassend erklärt der Berichterstatter, nicht das letzte Mal an der Freiburger Alten Messe teilgenommen
zu haben: „Aber ich will auch nicht hinter die Liturgiereform zurück.“
Latein, gregorianische Gesänge
und die Zelebration am Hochaltar seien „auch“ im Neuen Ritus möglich.
Fazit: „Ich will eigentlich nur
eine würdige, feierliche und heilige (!) Messe. Vielleicht geht es ja auch innerhalb des ordentlichen
Usus wieder in diese Richtung.“