Montag, 4. Februar 2008 08:05
Hart, aber reich + Kein Geld für ‘Radio Maryja’ + Schon begraben + Kompromiß + Kein April-Scherz


Papst Benedikt XVI. hält das sonntägliche Angelusgebet am Fenster seiner Gemächer
Hart, aber reichVatikan. Beim sonntäglichen Angelusgebet erklärte Papst Benedikt XVI. auf Deutsch,
daß Gott Arme und Reiche liebt. Aber die Reichen würden sich davor fürchten, daß ihr hartes Herz von
der Liebe weich werden und ihr Reichtum schmelzen könnte. Dabei wäre das viel besser für sie. Der Papst
forderte anläßlich des gestern in Italien begangenen „Tages des Lebens“ auch das Lebensrecht ungeborener
Kinder ein.
Kein Geld für ‘Radio Maryja’Polen. Die neue polnische Regierung unter dem liberalen Premierminister
Donald Tusk hat den katholischen Sender ‘Radio Maryja’ von der Liste jener Projekte gestrichen, die Zugang
zu EU-Mittel bekommen. Das berichtete die deutsche ‘Katholische Nachrichtenagentur’. Der Leiter von ‘Radio
Maryja’ hatte mehr als 15 Millionen Euro beantragt, um eine von ihm in der Stadt Thorn – 210 Kilometer
nordwestliche von Warschau – gegründete Journalistenschule auszubauen.
Schon begrabenMexiko. Der Gründer
der Legionäre Christi, Pater Marcial Maciel Degollado, wurde am Wochenende in seiner mexikanischen Heimatstadt
Cotija de la Paz begraben. Die Zeremonie fand unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Pater Maciel
war am 30. Januar
verstorben.
KompromißTschechien. Die tschechische Regierung und die katholische
Kirche haben sich nach jahrelangem
Streit um enteignetes Kirchengut auf einen Kompromiß geeinigt. Der
Staat bezahlt der Kirche für zwei Drittel ihrer geraubten Güter eine Entschädigung. Ein Drittel ihres
Eigentums bekommt die Kirche zurück. In der Frage des Veitsdoms in Prag ist die Eigentumsfrage immer
noch nicht geklärt, dafür aber die Nutzung. Der Staat bezahlt die Kosten zur Erhaltung der Kathedrale.
Die Kirche beteiligt sich monatlich mit dem symbolischen Betrag von umgerechnet 20 Euro.
Kein April-Scherz
„Der 1. April ist der Stichtag, an dem aus den noch 58 Pfarreien der Stadt Essen zehn Großpfarreien
werden. Die Dekanate werden zeitgleich aufgelöst.“
Aus dem Informations-Portal ‘Der Westen’ vom 24.
Januar.© Titelbild: Mark Pozzobo, CC