Samstag, 9. Februar 2008 20:03
Zum wiederholten Mal wurde der progressive Weihbischof des Opus-Dei-Bischofs von St. Pölten dabei erwischt, wie er sein Bischofsamt durch Inkognito-Auftritte verleugnete.

Weihbischof Anton Leichtfried und Bischof Klaus Küng von St. Pölten
(kreuz.net, St. Pölten) Es ist noch kein Jahr her, daß Mons. Anton Leichtfried (40) zum Weihbischof
der Diözese St. Pölten konsekriert wurde.
Doch er scheint bereits in einer hartnäckigen Identitätskrise
zu stecken.
Aufmerksame Gläubige haben beobachtet, wie er am Sonntag, dem 3. Februar, gegen 9:25 Uhr
die Pfarrkirche des Wiener Stadtbezirks Heiligenstadt betrat, um an der kurz darauf beginnenden Sonntagsmesse
teilzunehmen.
Weihbischof Leichtfried nahm jedoch nicht, wie man hätte erwarten können, im Altarraum
Platz, sondern mischte sich unter die Laien in den Kirchenbänken.
Weder an seiner Kleidung noch an seinem
Auftreten war er als Kleriker, geschweige denn als Bischof zu erkennen.
In Nr. 128 der 2004 erschienenen
Instruktion der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung „Redemptionis Sacramentum“
heißt es:
„Von begründeten Ausnahmen abgesehen, ist es nicht angebracht, daß sie [die geistlichen
Amtsträger] äußerlich wie gläubige Laien an der Messe teilnehmen.“
Weihbischof Leichtfried befand
sich in Begleitung eines etwa gleichaltrigen, ebenfalls zivil gekleideten Mannes.
Seine besondere Brisanz
gewinnt der Vorfall angesichts des beinahe leeren St. Pöltener Priesterseminars, dem Mons. Leichtfried
als Regens vorsteht, sowie angesichts des fortschreitenden Priestermangels.
Weil es in der Diözese St.
Pölten angeblich nicht mehr genug Priester gibt, um in jeder Pfarrkirche eine Sonntagsmesse zu feiern,
kündigte Diözesanbischof Klaus Küng an, Pfarreien aufzulösen oder zusammenzulegen und durch Seelsorgeteams
betreuen zu lassen.
Zuständig für die seelsorglichen Strukturreformen ist Weihbischof Leichtfried.
© Titelbild: Pressestelle Bistum St. Pölten