Donnerstag, 7. Februar 2008 08:11
Hoffnung statt Illusion + Spitzenkandidat + Große Anteilnahme + Schlag gegen die kirchliche Einheit + Das wichtigste Möbelstück
Hoffnung statt IllusionVatikan. Papst Benedikt XVI. feierte – wie immer am Aschermittwoch – eine Messe
in der Basilika St. Sabina auf dem römischen Hügel Aventin. Zu dem Anlaß trug er unter dem Meßgewand
auch die Dalmatika – das liturgische Kleid des Diakons. Auf dem Altar brannten sieben schmale Kerzen.
Während der vorausgegangenen Prozession dienten ihm Kardinaldiakone in Dalmatiken. In seiner Predigt
sagte der Papst, daß die Hoffnung immer von Gebet begleitet sein müsse: Sonst sei sie bloße Illusion
oder Flucht vor der Realität.
SpitzenkandidatItalien.
Kardinal Agostino Vallini (67), gegenwärtiger
Präsident des obersten vatikanischen Gerichtshofes, scheint der einzige Kandidat für das Amt des römischen
Kardinalvikars zu sein. Der Kardinalvikar verwaltet im Auftrag des Papstes die Diözese Rom. Der gegenwärtige
Amtsinhaber, Camillo Kardinal Ruini (76), steht vor der Ablösung.
Große AnteilnahmeSchweiz. Am Mittwoch
wurde Hw.
Paul-André Piller begraben. Er soll in den 80er Jahren – vor seiner Priesterweihe – illegale
sexuelle Kontakte zu einem minderjährigen Jugendlichen gehabt haben. Hw. Piller beging nach einer Hetzjagd
Schweizer Medien gegen mutmaßliche pädophile Kleriker Selbstmord. Zum Begräbnis kamen über 600 Menschen.
Der Bischof von Lausanne/Genf/Freiburg, Mons. Bernard Genoud, nannte den Druck der Medien in einer eigens
verfaßten Botschaft „nicht tolerierbar“.
Schlag gegen die kirchliche EinheitUSA. Die Änderung der
Karfreitagsfürbitte könnte die Aussöhnung mit Traditionalisten wie der Priesterbruderschaft St. Pius
X. erschweren. Das erklärte ein Kolumnist der altgläubigen US-Monatszeitung ‘Remnant’, Kenneth Wolfe,
vor der Tageszeitung ‘New York Times’. Die Änderung bringe die Traditionalisten in Aufruhr.
Das wichtigste
MöbelstückDeutschland. „In der Fastenzeit sollte das wichtigste Möbelstück nicht die Waage, sondern
der Beichtstuhl sein.“ Das erklärte der Pfarrer von Myhl, Hw. Heinz Portz, vor der ‘Rheinischen Post’.
Myhl ist ein Stadtteil von Wassenberg direkt an der Grenze zu den Niederlanden. Pfarrer Portz bedauert
auch, daß das Aschenkreuz von vielen Gläubigen als Sakrament interpretiert wird. Einmal seien etliche
Pfarrangehörige darüber verärgert gewesen, das Aschenkreuz vom Kommunionhelfer bekommen zu haben: „Sie
wollten das unbedingt von einem Priester haben.“