Donnerstag, 7. Februar 2008 10:59
Indizieren des Buches ist das eine. Aber warum redet niemand davon, die Haßautoren, Michael Schmidt-Salomon (40) und Helge Nyncke (51) zur Rechenschaft zu ziehen?


Buchumschlag „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“
(kreuz.net, Berlin) Deutsche Vertreter der drei großen Weltreligionen wehren sich gegen das angebliche
Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel“.
Die Berliner ‘Tageszeitung’ veröffentlichte
dazu am 1. Februar verschiedene Stellungnahmen.
Das deutsche Familienministerium hat die Indizierung
des Buchs beantragt, weil es die drei Weltreligionren lächerlich mache. Über den Antrag wird am 6. März
entschieden.
Das Ministerium bezieht sich vorwiegend auf die Darstellung des Rabbiners und beschwört
einen Antisemitismusverdacht, obwohl die Schmähungen gegen Moslems und Kirche nicht harmloser sind.
Das hat sogar der Generalsekretär des umstrittenen ‘Zentralrats der Juden’ eingesehen. Das Buch verleumde
„gleichermaßen“ alle drei großen monotheistischen Religionen.
Der Generalsekretär findet das Buch
trotzdem perfide und gefährlich. Kinder seien der Antireligionshetze hilflos ausgesetzt.
Der Landesrabbiner
von Schleswig-Holstein, Walther Rothschild, wertet das Werk als „Haßbuch“. Indizieren würde er es nicht:
„Man kann heute ohnehin alles im Internet downloaden.“
Rothschild möchte aber, daß Bibliothekare, Lehrer
und Eltern vor dem Buch gewarnt werden.
Eine Vertreterin des ‘Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung’
sieht in dem dargestellten Rabbiner das Klischee eines rachsüchtigen Juden verwirklicht.
Bereits im
Dezember hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart gegen das antikatholische Buch Strafanzeige gestellt.
Das Bistum kritisierte, daß das Buch bei Kindern „schlimme antisemitische Ressentiments“ begründen könne.
Das Haßbuch beschimpft Katholiken als Menschenfresser.
Die Kulturbeauftragte der evangelischen Gemeinschaft
warnt vor „Stürmer“-ähnlichen Karikaturen.
Auch Pädagogikprofessoren verschiedener Universitäten
empfehlen vor der ‘Tageszeitung’, die Indizierung des Buches:
„Der Antrag hat eine Berechtigung“ – erklärte
Professor Micha Brumlik (60) von der Universität Frankfurt.