Sonntag, 13. Februar 2005 08:41
Haß und Verfolgung + Küngs Weltkloster abgelehnt + Entrechtet und vogelfrei + Bischof Gaillot auf Versöhnungskurs + Tändeleien
Haß und VerfolgungUSA. Der Erzbischof von St. Louis, Raymond Burke (56), äußerte sich im Gespräch
mit dem kanadischen Lebensschutz Online-Dienst „LifeSiteNews“ besorgt über die Zukunft der Katholiken.
Da sich die Katholiken auch in Zukunft zu Themen des Lebensschutzes und der Familie den Mund nicht verbieten
ließen, müßten sie einer Zeit der Verfolgung entgegensehen. „Bischöfe werden ebenso verfolgt werden
wie Priester und Laien.“ Schon jetzt beschimpfe man die, welche die Wahrheit unverhüllt kundtun, als
„Haßprediger“ und „Homophobe“: „Wir müssen das akzeptieren, ruhig bleiben und die Wahrheit weiter verkünden.
Mit dem Beispiel Christi vor Augen würden die Christen das Kreuz ergreifen und das Leben verteidigen.
Küngs Weltkloster abgelehntDeutschland. Nach einem Bericht der evangelischen Nachrichtenagentur „idea“
stieß der amtsenthobene Tübinger Theologe Hans Küng mit seiner Idee eines Weltklosters auf verschlossene
Ohren. In Radolfzell am Bodensee unweit der Schweizer Grenze sollte unter dem Patronat Küngs eine klösterliche
Lebensgemeinschaft von Mönchen und Wissenschaftern verschiedenster Religionen entstehen und eine Akademie
errichtet werden. Dabei hätten die Grundwerte der Menschheit erforscht und an die Öffentlichkeit getragen
werden sollen. Für die Finanzierung wollte eine Stiftung aufkommen. Die Spender zogen ihr Angebot allerdings
wieder zurück. Auch veranstaltete Tagungen zum Thema fanden wenig Anklang. Dem Priester Hans Küng wurde
1979 die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen. In seinem Buch „Weltethos“ spricht er sich für eine Reduktion
aller Religionen und Weltanschauungen auf gemeinsame Werte aus, um ein friedliches Zusammenleben der Weltbevölkerung
zu sichern.
Entrechtet und vogelfreiNiederlande. Anfang Dezember ging ein Aufschrei durch die Medien,
weil im Krankenhaus von Groningen neugeborene Kinder, bei denen Behinderungen entdeckt worden waren,
nach
der Geburt umgebracht wurden. Groningen liegt im Norden der Niederlande. Momentan sollen niederländische
angebliche Rechtsexperten daran arbeiten, die Gesetzgebung so zu manipulieren, daß behinderte Kinder
legal entrechtet und
für vogelfrei erklärt werden können. Obwohl diese Entrechtung politisch noch nicht
durchgesetzt ist, scheint sie bereits rückwirkend angewendet zu werden. Jedenfalls hat die Staatsanwaltschaft
die Ermittlungen gegen die Kindermörder von Groningen eingestellt. Die Eltern hätten eingewilligt. Und
die ganze Welt mit ihnen.
Bischof Gaillot auf VersöhnungskursFrankreich. Der französische Bischof
Jacques Gaillot traf sich am Donnerstag mit dem Präfekten der Bischofskongregation, Kardinal Giovanni
Battista Re: „Seit neun Jahren hatte ich keine Kontakte mehr mit Rom“, erklärte Bischof Gaillot laut
Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP. Das Treffen sei, so Bischof Gaillot, ein Neubeginn.
Über den Inhalt der Gespräche hüllte sich der abgesetzte Bischof von Evreux in Schweigen „Aus Gründen
der Diskretion.“ Das Treffen habe 45 Minuten gedauert und sei sehr herzlich verlaufen. Mit dem letzten
Buch von Bischof Gaillot, „Carnets de route“ – Straßenhefte – sei Kardinal Re sehr zufrieden. 1995 wurde
Mons. Gaillot durch den Heiligen Stuhl seines Amtes als Bischof der Diözese Evreux im Nordosten von Frankreich
enthoben. Der Grund für die Amtsenthebung waren grobe Verfehlungen gegen die katholische Dogmatik und
Moral. Seither ist Mons. Gaillot Titularbischof der im 11. Jahrhundert nach der islamischen Eroberung
untergegangenen nordafrikanischen Diözese Partenia.
TändeleienDas waren noch Zeiten, als die jungen
Männer zumindest zur Kirche gingen, um dort eine Freundin zu finden.