Mittwoch, 13. Februar 2008 19:23
Er spielte den Eheberater und riß sich dann die Frau des Hauses unter den Nagel. Doch da war noch ein Problem: Der Geistliche besaß bereits eine Konkubine.


Symbolfoto
(kreuz.net) Bis vor kurzem war Prälat Joseph Creegan (66) in der Pfarrei Sankt Peter und Paul in der
Stadt Dundee an der schottischen Ostküste tätig.
In dieser Eigenschaft wurde er vom dem Ehepaar Graham
(45) und Anne (48) Ogden aufgesucht. Deren Ehe steckte in einer Krise, weil Anne ihren Mann bei einem
Seitensprung erwischt hatte.
Graham Ogden ist ein bekannter Krebsspezialist.
Doch Prälat Creegan benützte
die Ehegespräche, um sich die Frau des Krebsspezialisten unter den Nagel zu reißen.
Der betrogene Ehemann
ist bestürzt: „Ich habe dem Prälaten viele persönliche Dinge erzählt. Jetzt frage ich mich, ob er
das für seinen eigenen Vorteil ausgenützt hat.“
Die Graham-Tochter haßt den schürzenjagenden Priester.
Wenn sie ihre Mutter auf dem Mobiltelephon zu erreichen versucht, nimmt der Priester ab und sagt: „Es
ist nicht gut, wenn du mit deiner Mutter sprichst.“
Ogden hatte schon länger Verdacht geschöpft:


Mons. Creegan
„Ich
war beunruhigt, weil Prälat Creegan mich ermutigte, meine Frau zu verlassen. Dieser Ratschlag schien
mir für einen katholischen Priester seltsam“ – erklärte Ogden in einem Email vor der britischen Boulevard-Zeitung
‘Sunday Mail’.
Nach verschiedenen Presseberichten ist die Geschichte mit Frau Ogden nicht die erste Affaire
des Prälaten.
In den vergangegen achtzehn Jahren soll er eine intime Beziehung mit einer reichen, verheirateten
Dame unterhalten haben. Diese überschüttete ihn auch mit Geschenken.
Auf diese Weise wurde der Priester
unter anderem sogar Miteigentürmer einer Jacht.
Der Prälat taufte auch die Großkinder der Dame und
begleitete die Frau mit ihrem betrogenen Gatten auf Auslandreisen.
Die Konkubine ging im Januar an die
Öffentlichkeit. Dabei beklagte sie sich, daß der Prälat sie verlassen habe, um sich mit Anne Ogdan
zu verbinden.
Zuvor hatte sie ihrem Gatten alles eingestanden. Jetzt bemühen sich beide, die angeschlagene
Ehe zu retten.
Prälat Creegan hat in der Zwischenzeit begonnen, mit Frau Ogden gemeinsame Nächte zu
verbringen. Die beiden sollen auch bereits gemeinsam eine Wohnung besitzen.
Dagegen speit die ehemalige
Konkubine des Prälaten jetzt Gift und Galle.
Sie unterstellt dem untreuen Prälaten unter anderem, er
habe sich mit Frau Ogden liiert, weil er Appetit auf die Scheidungssumme habe, die ihr zugesprochen wurde:
„Er hat kein Gewissen. Man hätte ihn nie zum Priester weihen dürfen. Er sah das Priestertum als Karriere,
nicht als Berufung.“
Rückblickend erklärt die verschmähte Konkubine, daß sie durch die schlimmsten
Wochen ihres Lebens gegangen sei: „Jetzt versuche ich, von ihm Geld zurückzubekommen, das er mir schuldet.“
Sie nimmt kein Blatt vor dem Mund: „Natürlich hatten wir miteinander Geschlechtsverkehr. Wenn der Prälat
jetzt behauptet, daß seine Beziehung zu Frau Ogden platonisch sei, dann lache ich laut heraus.“
Die
ehemalige Konkubine hat auch den kirchlichen Oberen des Prälaten, Bischof Vincent Logan von Dunkeld,
informiert und ihm „unwiderlegbare Beweise“ über das unkeusche Privatleben von Prälat Creegan vorgelegt.
Der Geistliche soll vor dem Bischof ein Geständnis abgelegt haben. Er wurde mit sofortiger Wirkung vom
Priesteramt suspendiert.
© Titelbild: Daniel Dekinger, CC