Donnerstag, 14. Februar 2008 09:58
Vier Merkmale + Confiteor verboten + Neue Provokationen + Ungewöhnlicher Polizeieinsatz + Licht aus dem Osten?


Papst Benedikt XVI. in Brasilien.
Vier MerkmaleVatikan. Am vierten Tag seiner Fastenexerzitien für den Papst setzte sich der Exerzitienmeister,
Albert Kardinal Vanhoye, mit dem Neuen Bund auseinander. Dieser habe vier Merkmale: Er sei ein innerer,
kein äußerer Bund. Er beinhalte eine vollkommene gegenseitige Zugehörigkeit von Gott und seinem Volk.
Er sei keine kollektive Institution, sondern eine persönliche Beziehung des einzelnen mit Gott. Und er
gründe in der vollkommenen Vergebung der Sünden.
Confiteor verbotenVatikan. Der US-Priester Hw. John
Zuhlsdorf erkundigte sich kürzlich bei der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’ über die Verwendung
des zweiten ‘Confiteors’ in der tridentinischen Messe. Dieses wird unmittelbar vor dem Kommunionempfang
der Gläubigen gebetet. Mitglieder der Kommission erklärten, daß es in der Messe von 1962 verboten sei,
ein zweites Schuldbekenntnis zu beten.
Neue ProvokationenDänemark. Eine Reihe dänischer Tageszeitungen
veröffentlichte gestern eine der
Karikaturen des Propheten Mohammed, die im Jahr 2006 in der islamischen
Welt zu wochenlangen Protesten geführt hatten. Der Karikaturist Kurt Westergaard – Zeichner der Darstellung
Mohammeds mit einer Bombe als Turban auf dem Kopf –, war nach Angaben dänischer Medien angeblich zum
Ziel eines mutmaßlichen Mordkomplotts durch Moslems geworden. Die Zeitungen veröffentlichten die Karikatur
aus Solidarität mit dem Bedrohten.
Ungewöhnlicher PolizeieinsatzItalien. In Italien fand gestern
ein Polizeieinsatz wegen einer Kinderabtreibung statt. Aufgrund anonymer Hinweise kontrollierten Polizisten
eine 39jährige Frau in Neapel. Sie hatte ihr Kind kurz zuvor einem Schlächter übergeben und behauptete,
dieses noch in der 21. Schwangerschaftswoche und somit fristgerecht abgetrieben zu haben. Bei ihrem Kind
sei eine Chromosomenanomalie gefunden worden. Die Polizei leitete dennoch Ermittlungen ein und kündigte
an, das getötete Kind zu obduzieren.
Licht aus dem Osten?Rußland. Weniger als ein Drittel der Russen
glaubt an ein ewiges Leben. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur ‘Interfax’ mit Bezug auf eine
Umfrage des Moskauer ‘Analysezentrums Juri Levada’. An das ewige Leben glauben vor allem Frauen über
55, die in Landgebieten wohnen und ein niedriges Einkommen besitzen. Dafür vertrauen 63% der Befragten
auf Amulette und 59% auf „prophetische Träume“.
© Titelbild: Agência Brasil, CC