Freitag, 15. Februar 2008 18:13
Er gilt als progressiv und hat seine Erzdiözese in eine schwere Krise geritten. Doch das ist nicht der Grund, warum er nicht Papst wurde.


Werbung für einen Film mit Dries Breyne als Dr. Schmutz.
(kreuz.net, Brüssel) Die flämische Wochenzeitung ‘Dag Allemaal’ vermutete jüngst den Grund, warum der
Erzbischof von Mecheln-Brüssel, Godfried Kardinal Danneels (74), im April 2005 nicht zum Papst gewählt
wurde.
Die Ursache dafür soll der Beruf seines Neffen sein: Dieser ist der vielleicht bekannteste Pornodarsteller
Belgiens.
Der Porno-Neffe tritt unter dem Pseudonym „Byrne“ auf. Er ist Adoptivsohn von Paul Breyne und
Godelieve Danneels. Letztere ist eine Schwester des Kardinals.
Mit bürgerlichem Namen heißt der Neffe
Dries Breyne und ist 36 Jahre alt. Er wurde in der nordfranzösischen Stadt Lille an der Grenze zu Belgien
geboren.
Nachdem er von seiner Mutter verlassen wurde, adoptierten ihn seine neuen Eltern.
Breyne wohnt
heute in Prag, kehrt aber häufig für Familientreffen nach Belgien zurück.
Vor der flämischen Presse
gab sich der Porno-Neffe optimistisch:
„Anders als man glauben könnte, gibt es in meiner Familie nicht
das kleinste Problem. Die Zeiten haben sich geändert und die Mentalitäten haben sich entwickelt. Die
Zeit ist vorbei, daß meine Familie sich wegen meiner Arbeit schämte.“
Der Porno-Neffe glaubt nicht,
daß er die Wahl seines Onkels zum Papst verhindert habe: „Das sind nur Gerüchte. Mein Beruf als Pornodarsteller
hat kein Mitglied des Konklaves beeinflußt.“
In der Zwischenzeit hat auch der Kardinal erklärt, daß
er für seine Familie nicht verantwortlich sei.
Kardinal Danneels hat sich in der Vergangenheit für
den Gebrauch des Kondoms eingesetzt.
Auf die Frage eines Kindes, wie er sich im Fall einer Papstwahl
nennen würde, erklärte er: „Johannes XXIV., weil ich wunderschöne Erinnerungen an Papst Johannes habe.“