Samstag, 16. Februar 2008 08:25
Sie sollen sich anziehen + Nicht gefordert und doch gefordert + Anschlag auf Nuntiatur + Immer älter, immer weniger + Er kann zuhören


Symbolbild
Sie sollen sich anziehenVatikan. Die beiden größten Feinde des Ordensleben seien die „Verbürgerlichung
und der moralische Relativismus“. Das erklärte der Präfekt der vatikanischen Ordenskongregation, Franc
Kardinal Rodé, am gestrigen Freitag in einem Interview mit der Turiner Tageszeitung ‘La Stampa’. Der
Kardinal beklagte, daß Ordensleute zu weltlich seien, Widerstand gegen Priestergewand und Ordenstracht
hegten und ihren Oberen den Gehorsam verweigerten. Sie hätten wenig Interesse für das Gebet und das
Gemeinschaftsleben. Während des 27jährigen Pontifikats von Johannes Paul II. nahm die Zahl der Ordensleute
weltweit um 25 Prozent ab.
Nicht gefordert und doch gefordertDeutschland. Die Dresdner Religionsphilosophin
Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz dementierte im Gespräch mit der Würzburger ‘Tagespost’ Medienberichte,
daß sie das Diakonat für Frauen gefordert habe. Es gehe ihr nicht um eine „Forderung“, sondern um
„Anregungen
zum Nachdenken“. So schlug Frau Gerl-Falkowitz etwa vor, einer fest umrissenen Gruppe von Frauen mit einer
„vertieften geistlichen Lebensführung“ eine Beauftragung für die Krankensalbung zu geben.
Anschlag
auf NuntiaturVenezuela. Auf die Apostolische Nuntiatur in der venezolanischen Hauptstadt Caracas ist
am Donnerstag morgen ein Anschlag verübt worden. Bei der Explosion entstanden Sachschäden. Außerdem
warfen die Täter Flugzettel über die Mauer und beschmierten die Außenwand. Die Nuntiatur in Venezuela
wurde in der Vergangenheit wiederholt angegriffen. Möglicherweise richten sich die Anschläge gegen einen
Studenten, der in der Nuntiatur wohnt und in Venezuela um politisches Asyl gebeten hat.
Immer älter,
immer wenigerItalien. Italien hat immer weniger und immer ältere Priester. Das berichtete die Südtiroler
Tageszeitung ‘Dolomiten’. Im Jahr 1901 waren es noch zwei Priester pro Tausend Einwohner, im Jahr 2003
statistisch nur noch 0,58. Die Zahl der Priester verringerte sich zwischen 1901 und 2003 von 68.848 auf
32.990. Davon sind 1498 im Ausland geboren. Sollte die jetzige Zahl der Priesterweihen stabil bleiben,
so wird es 2023 nur mehr 25.461 Priester geben, von denen über 10% im Ausland geboren sein werden. Die
italienischen Priester sind durchschnittlich sechzig Jahre alt und seit über 33 Jahren im Dienst. 42,3%
der Geistlichen Italiens sind heute über 65, zwölf Prozent über 80 Jahre alt.
Er kann zuhören„Ich
kann mir viel von Bischof Algermissen abschauen. Es ist hilfreich auf das gute Beispiel eines Mitbruders
in der Nachbarschaft blicken zu können. Darauf möchte ich nicht verzichten. Wir tauschen uns häufig
aus und spenden uns Hilfe und Beistand.“ Nach Ansicht des Limburger Bischofs zeichnet sich Algermissen
besonders durch seine ausgeprägte Fähigkeit aus, den Menschen zuhören zu können.
Bischof Franz-Peter
Tebartz-van Elst von Limburg anläßlich des gestrigen 65. Geburtstages von Bischof Heinz Josef Algermissen
von Fulda nach einem Bericht der Tageszeitung ‘Frankfurter Rundschau’.© Bild: Flickr-Benützer „Emiliano“,
CC