Sonntag, 17. Februar 2008 10:46
Ausgerechnet ein aus Wien angereister Bischof profilierte sich vor der Versammlung mit höchst katholischen Ansichten: Das traditionelle Christentum wird erstarken.


Links: Der russisch-orthodoxe Bischof Hilarion Alfejew (41)
Rechts: Der anglikanische Erzbischofs, Rowan
Williams (57)
(kreuz.net) Der russisch-orthodoxe Bischof Hilarion Alfejew (41) hat vor einem „politisch korrekten Christentum“
gewarnt.
Der Geistliche äußerte sich nach Angaben der protestantischen Nachrichtenagentur ‘idea’ vor
dem Zentralausschuß des Ökumenischen Rates der Kirchen, der vom 13. bis 20. Februar in Genf tagt.
Der
Zentralausschuß versammelt 349 evangelische, orthodoxe und anglikanische Mitgliedsgemeinschaften in 110
Ländern.
Bischof Alfejew ist seit Mai 2003 russisch-orthodoxer Bischof von Wien und Österreich und
gegenwärtig auch Administrator der russisch-orthodoxen Diözesen von Budapest und Ungarn. Er vertritt
die russische Orthodoxie auch bei den europäischen Institutionen in Brüssel.
Der Bischof ist auch Autor
von über dreihundert Publikationen.
Er kritisierte den Vorstoß des anglikanischen Erzbischofs von Canterbury,
Rowan Williams, und seinen
in Sachen islamisches Recht:
„Es ist nicht unsere Aufgabe, die Scharia zu
verteidigen oder alternative Lebensstile zu empfehlen oder säkulare Werte zu fördern. Unser heiliger
Auftrag ist zu predigen, was Christus predigte.“
Hilarion kritisierte, daß einige Kirchen, besonders
in Westeuropa und Nordamerika, Abtreibungen, Homo-Konkubinate, die vorgeburtliche Kindertötung und die
Hilflosentötung unterstützen würden.
Moralischer Relativismus und politische Korrektheit würden unausweichlich
zum Tod dieser Kirchen führen.
Hingegen werde die traditionelle Christenheit erstarken.
© Titelbild:
Flick-Benützer „SouthbankSteve“, CC