Sonntag, 24. Februar 2008 08:15
kreuzmeldungen
Keine Priorität + Dialog nur mit den Lauen? + Fremder Druck + Diskont-Beerdigungen + Ende einer Mode
Keine Priorität

Frankreich. Im März 2007 lud EU-Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering Papst Benedikt XVI. zu einem Besuch in das Straßburger Abgeordnetenhaus ein. Bis jetzt hat der Heilige Vater nicht geantwortet. „Wenn eine Einladung so lange unbeantwortet bleibt, muß man annehmen, daß der Besuch für den Papst keine Priorität hat“ – erklärte der Fraktionschef der Sozialisten, Martin Schulz, vor der Tageszeitung ‘Die Welt’. Entgegen den diplomatischen Gepflogenheiten will das Parlament in diesem Fall nicht nachhaken.

Dialog nur mit den Lauen?

Deutschland. Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, bewertet den Dialog mit den Muselmanen als schwierig. Das erklärte er am Freitag bei einer Veranstaltung der Akademie der Wissenschaften in Mainz. Die Muslime hätten ein anderes Verständnis des Menschen. Eine Zusammenarbeit sei nur mit den „gemäßigten“, nicht mit den „radikalen“ Muslimen möglich.

Fremder Druck

Frankreich. Der Papst hat die altrituelle Karfreitagsfürbitte für die Juden auf fremden Druck hin geändert. Das erklärte ein Kommentar auf der französischen Webseite der Priesterbruderschaft St. Pius X. Die Stellungnahme betont, daß die abgeschaffte Fürbitte aus dem dritten Jahrhundert stammt und somit einer der ältesten liturgischen Texte der Kirche ist. Die neue Fürbitte anerkenne zwar die Heilsnotwendigkeit des Glaubens an den Messias: „Doch man kann die Änderung nur zutiefst bedauern.“

Diskont-Beerdigungen

Italien. In der norditalienischen 1000-Seelen-Gemeinde Vigo Cavedine gibt es Billig-Begräbnisse. Die Gemeinde gehört zur Diözese Trient. Der dortige Pfarrer, Hw. Bruno Barbocovi, verlangt für normale Beerdigungen einen Grundpreis von 150 Euro. Dieser kann gesenkt werden, wenn sich die Trauernden mit weniger Heizung und Beleuchtung sowie mit einer Reduktion der Glockenschläge einverstanden erklären.

Ende einer Mode

Deutschland. Die Zeitschrift ‘beiträge zur feministischen theorie und praxis, Zentralorgan der autonomen Frauenbewegung’ wird im März nach dreißig Jahren eingestellt. Es handelt sich um das älteste Druckerzeugnis der Feminismus-Ideologie in Deutschland. Die Auflage war am Schluß auf 600 Exemplare gesunken. Es fehlte auch an Autoren.
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