Dienstag, 4. März 2008 13:55
Eine sexuelle Sonderwelt
In einem katholischen Männermagazin propagiert ein Benediktinerbruder offen die Homo-Unzucht. Seinen Interview-Partnern fallen dazu keine kritischen Fragen ein.
Homepage der 'Katholischen Männerbewegung'
Homepage der ‘Katholischen Männerbewegung’
(kreuz.net) Das ‘Ypsilon Magazin’ für Mitglieder der österreichischen Katholischen Männerbewegung hat in seiner Februar-Ausgabe ein Interview mit Bruder Karl Helmreich (69) publiziert.

Der Ordensmann stammt aus dem weltbekannten, niederösterreichischen Benediktinerkloster Melk.

Br. Helmreich ist auch Mitarbeiter im österreichischen ‘Arbeitskreis Homosexuellenpastoral’. Er sprach mit Reinhard Kasper und Markus Himmelbauer.

Der Benediktiner ist erlernter Tischler. Später absolvierte er Ausbildungen zum Erzieher und Sozialarbeiter sowie ein Querschnitts-Studium Theologie. 15 Jahre war er als Erzieher tätig.

Dann arbeitete er acht Jahre als Hilfsarbeiter in einem Industriebetrieb in Leobersdorf – 50 km südlich von Wien.

Bruder Helmreich über diese Erfahrung: „Ich habe in Leobersdorf jahrelang mitten in einer Arbeitersiedlung gelebt, in einer kleinen Wohnung. Es war einfach ein Stück mitleben. Ich glaube, daß in unserer Kirche die Priester diese Erfahrungen alle nicht mehr machen und von frühester Kindheit an sehr schnell entfremden und in einer religiösen Sonderwelt leben.“

Dann gründete er in der Nähe von Leobersdorf ein Wohnnest für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Seine weitere Arbeit führte ihn in den Kosovo, wo er sich um Wiederaufbauprojekte, später um Ausbildungsmöglichkeiten, Ernährung und Gesundheit der Minderheit der Ashkali und Roma annahm.

In den letzten Jahren begleitete Karl Helmreich Menschen in Haft im Rahmen der Sozialen Gerichtshilfe und arbeitet in der Kirche im österreichischen Arbeitskreis Homosexuellenpastoral mit.

Homosexuelle Vorbilder in der Kirche
Das Interview mit dem Benediktiner trägt den Titel „Sich ehrlich auf etwas einlassen“. Darin behauptet Bruder Helmreich, es sei für ihn ein „selbstverständliches Recht jedes – auch des gläubigen – Homosexuellen, Beziehung umfassend leben zu können“.

Damit meint er die Ausübung der widernatürlichen Homo-Unzucht.

Auch wenn er als Ordensmann zölibatär lebe, sei meine „sexuelle Orientierung“ Teil seiner Identität.

Das Codewort „sexuelle Orientierung“ wird von Kreisen benützt, die damit die Homo-Unzucht hoffähig machen wollen.

Anschließend empört sich Bruder Helmreich gegen die kirchliche Hierarchie: „Für mich ist es unerträglich, daß die Kirchenleitung leugnet, daß es eine nicht geringe Zahl von Homosexuellen unter ihren Priestern und Ordensleuten gibt – natürlich auch etliche unter kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Letztere stehen nach Meinung des Benediktiners nicht unter der Verpflichtung des Zölibats: „Es ist absurd, ihnen abverlangen zu wollen, lebenslang ihre Sexualität nicht leben zu dürfen, auch wenn Beziehungen viel mehr ist, als das Geschenk gelebter Sexualität.“

Jede Beziehung sei „ethisch“ zu gestalten: „Dies gilt für alle Partnerschaften.“

Dann kommt der Benediktinerbruder ins Träumen: „Wie schön wäre es, wenn Jugendliche, die sich anders empfinden, erleben könnten, daß es auch unter Gläubigen Homosexuelle gibt, die positive Vorbilder sind.“

Bruder Helmreichs Aussagen gegen Kirche und Moral werden von seinen Interview-Partnern nicht mit kritischen Rückfragen konfrontiert.

Die Katholische Männerbewegung untersteht der Kategorialen Seelsorge, für die der Wiener Weihbischof, Mons. Franz Scharl von Wien verantwortlich ist.
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