Dienstag, 15. Februar 2005 13:24
Im Rahmen eines internen Informationstags fachsimpelten die österreichischen Sozialisten über die Kinderabtreibung. Man fand einfache Lösungen: Die Abtreibung töte kein Kind, sondern nur die Phantasien der Mutter.

„Ein Schwangerschaftsabbruch ist das Ende einer Möglichkeit. Es ist nicht das Ende eines Kindes, denn das Kind existiert als solches noch nicht“ – Dr. Christian Fiala, Abtreiber in Wien
(kreuz.net/JfdL, Wien) Am 15. Januar 2005 veranstaltete die Sozialistische Partei Österreichs in Wien
eine Begegnung zum Thema „30 Jahre Fristenregelung in Österreich“.
Bei der abschließenden Podiumsdiskussion
sprachen Genossin Barbara Prammer, die Bundesfrauenvorsitzende und zweite Nationalratspräsidentin, die
Nationalratsabgeordnete Genossin Irmtraud Karlsson sowie der Vollzugsverantwortliche des Wiener Kinderschlachthofs
„Gynmed“, Christian Fiala.
Die Lebensrechtsorganisation „Jugend für das Leben“ protokollierte die Diskussionen
der Genossen unter sich auf Tonband.
Die sozialistische Frauenvorsitzende Barbara Prammer bestätigte
die Pläne der Genossen, die Kinderabtreibung noch weiter eskalieren zu lassen. Dreißig Jahre nach der
Einführung der Fristentötung sei es „inakzeptabel“, daß der Schwangerschaftsabbruch überhaupt noch
im Strafgesetzbuch sei.
An ihrem Bundesparteitag im letzten November hatte die SPÖ die völlige Streichung
der Abtreibung aus dem Strafgesetzbuch gefordert. Die Kinderabtreibung solle wie die Heilung von einer
Krankheit betrachtet werden und unter das Gesundheitsrecht fallen.
Damit könnte jedes Kind zukünftig
bis zur Geburt legal und auf Kosten des Steuerzahlers abgetrieben werden. Die von den Genossen kürzlich
beschlossene vorgeburtliche Kindstötung im Salzburger Landeskrankenhaus habe Vorbildfunktion: „Überall,
wo wir in politischer Verantwortung stehen, muß dementsprechend gehandelt werden“, donnerte Genossin
Prammer.
Eine noch junge Sozialistin berichtete, sie sei im Internet auf Aussagen von Frauen gestoßen,
die nach der Tötung ihres Kindes unter Depressionen und emotionalen Problemen leiden. Auf ihre Frage,
ob es sich dabei um Übertreibungen handeln würde, antwortete die Wiener Gesundheitsbeauftragte Beate
Wimmer-Puchinger. Vollmundig und differenziert erklärte sie mit Bezug auf Umfragen ihrer Partei, daß
das natürlich alles „Blödsinn“ sei.
Das bei abtreibungsgeschändeten Müttern fast immer auftretende
Post-Abortion-Syndrom ist ein psychisches Leiden, das sich in Depressionen, Angstzuständen und anderen
seelischen Krankheiten bis hin zu Selbstmordversuchen äußert.
Daraufhin meldete sich eine Psychotherapeutin,
die nach eigenen Angaben abtreibungsgeschändete Mütter behandelt hat. Die Reaktion einer Mutter auf
die Abtreibung ihres Kindes sei sehr unterschiedlich: „Es gibt Frauen, für die es ganz wichtig ist, ein
Ritual zu kreieren, um sich zu verabschieden, und es gibt Frauen, für die das überhaupt nicht notwendig
ist.“
Mit liturgischen Problemen kämpfte sodann Genossin Karlsson: „Ich verstehe die Geschichte mit
den Trauerritualen absolut nicht.“ Sie wisse zwar, daß die Entscheidung zur Abtreibung für Frauen furchtbar
schwierig sei: „aber so zu tun, als wäre das ein ausgewachsenes Kind, das kennen wir von der ‘Aktion
Leben’ mit ihren Vorwurfs-Fotos.“
Mit ihrer Aussage bezog sich die Genossin auf Fotos von im Mutterleib
heranwachsenden Kindern, die in Broschüren der „Aktion Leben“ abgebildet sind. Die „Aktion Leben“ ist
ein überkonfessioneller, österreichischer Verein ohne klare Positionierung zum Lebensrecht des ungeborenen
Kindes.
Zudem sei – so Frau Karlsson – gerade die „Kürette“ gezeigt worden. Das sei so ein „dünnes
Röhrl“, daß es sich unmöglich um ein Kind handeln könne: „Also wenn dann noch jemand glaubt, daß
da ein Kind durchgeht, dann schnall ich ab“, kommentierte Frau Karlsson mit der ihr eigenen Kompetenz.
Eine Kürette ist ein ärztliches Instrument zur Ausschabung der Leiche des abgetriebenen Kindes aus
der Gebärmutter.
Die Mitarbeiterin eines sozialistischen „Frauengesundheitszentrums“ äußerte sich
sodann zum Post-Abortion-Syndrom und beklagte einen Mangel an Information. Dies biete einen Nährboden
dafür, „daß irrsinnig viele Phantasien“ kursierten. Sie forderte, daß das Gesundheitspersonal während
der Ausbildung über die „Mythen der Abtreibung“ aufgeklärt werde.
Der Exekutionsdirektor des Wiener
Kinderschlachthofes „Gynmed“, Christian Fiala, entgegnete, daß es sich beim ungeborenen Kind – natürlich –
„nicht um einen Menschen“ handle. Es sei ein Spezifikum der Abtreibungsdiskussion, daß dabei vor allem
„Phantasien“ zur Sprache gebracht würden.
Exekutionsdirektor Fiala beklagte sich ferner über das demokratische
Mitspracherecht. Medizinische Laien hätten beim Thema Abtreibung zuviel mitzureden. An das Publikum gewandt
verkündigte der Fachmann sodann mit Überzeugung: „Ein Schwangerschaftsabbruch ist das Ende eines Potentials,
das Ende einer Möglichkeit. Es ist nicht das Ende eines Kindes, denn das Kind existiert als solches noch
nicht.“ Wenn es für die Phantasie einer abtreibungsgeschändeten Mutter wichtig sei, das Ende des Potentials
mit einem Ritual abzuschließen, dann habe er damit überhaupt kein Problem.
Aber es müsse in der öffentlichen
Diskussion klar und deutlich sein, daß es sich bei der Kinderabtreibung „in keinster Weise“ um ein Kind
handle. Es gehe um den Abschluß einer Phantasie und die Phantasie sei bekanntlich frei.
Der Exekutionsdirektor
wurde kürzlich von der sozialistischen Präsidentin der Salzburger Landesregierung beauftragt, dafür
zu sorgen, daß Kinder zukünftig auch in der Mozartstadt im Mutterleib zerstückelt und abgesaugt werden.