Freitag, 7. März 2008 18:26
Das Benediktinerkloster Sankt Ottilien hat eine
Käse-Meldung der ‘Neuen Passauer Presse’ zurechtgerückt.


Die Kubanischen Kommunisten bekommen statt Käse ein Kloster.
(kreuz.net, Sankt Ottilien) Der Kongregationsrat der Missions- benediktiner von Sankt Ottilien hat am
vergangenen Dienstag während seiner Frühjahrstagung in Damme im Oldenburger Münsterland beschlossen,
noch in diesem Jahr eine Niederlassung in Kuba zu gründen.
Das teilte der Präses der Kongregation,
Erzabt Jeremias Schröder OSB, mit.
Auf Bitte des Erzbischofs von Havanna, Jaime Kardinal Ortega y Alamino,
werden vorerst vier Mitbrüder aus verschiedenen Klöstern der Kongregation nach Kuba ausgesandt, um die
Gründung vorzunehmen.
Kardinal Ortega verspricht sich eine Einrichtung, die geistliche Impulse in die
Gesellschaft ausstrahlt.
Er wünscht sich ein Zentrum, in das die Menschen kommen, um ihren Glauben zu
vertiefen. Es soll auch Pfarrern und Ordensmitgliedern die Möglichkeit zu geistiger Festigung bieten.
Dabei solle auch die benediktinische Lebensform und Liturgie vorbildhaft wirken.
Die Gemeinschaft versteht
sich ferner als missionarisch. Sie wird sich engagieren, um den christlichen Glauben in einem zum Teil
säkularisierten Land anzubieten.
Erzabt Jeremias freut sich über die neuen Möglichkeiten in Kuba:
„Die Rolle der Kirche in der Gesellschaft wird nun auch in Kuba nicht mehr abgelehnt, sondern wieder geschätzt.“
Es sei dem Kardinal gelungen, eine vernünftige Ebene der Verständigung mit der Regierung zu erreichen:
„So hat sich der Umgang mit der Kirche in Kuba deutlich verbessert“ – so der Erzabt.
Die neue Situation
hänge auch mit dem Besuch Papst Johannes Paul II. im Januar 1998 zusammen: „Ein weiterer Impuls war der
Besuch des vatikanischen Staatssekretärs, Tarcisio Kardinal Bertone, anläßlich des zehnten Jahrestages
des Papstbesuchs in diesem Frühjahr.“
Man habe – so der Erzabt weiter – nach dem Besuch des Papstes
erkannt, wie stark die katholische Kirche in Kuba ist. Das habe beim Regime einige Überraschungen ausgelöst:
„Ich hoffe, daß der Prozeß der Öffnung nun weitergeführt wird.
Es gibt sogar Unterstützung seitens
der Regierung für unsere Gründung in Kuba – beispielsweise im Abbau bürokratischer Hindernisse.“
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Bild: Chris Buecheler, CC