Montag, 10. März 2008 13:35
In Italien kämpft der Amtsklerus mit harten Bandagen gegen die Alte Messe. Die alte Garde gibt ihre verstaubten Positionen aus dem letzten Jahrhundert nicht ohne heftige Gegenwehr preis.


Ob sich auch dieser Betonblock als Volksaltar eignet?
(kreuz.net) Nach der Veröffentlichung von ‘Summorum Pontificum’ gelang es, in der Kapelle der katholischen
Universität Sacro Cuore in Mailand ein einziges Mal und unter tausend Schwierigkeiten eine Alte Messe
zu lesen.
Das berichtete Andrea Tornielli (43), der Vatikanist der Mailänder Tageszeitung ‘Giornale’
auf seinem persönlichen Weblog.
Die Messe wurde von Hw. Gianni Ambrosio (64), dem damaligen Universitätskaplan
zelebriert.
Bis zum letzten Augenblick wurde er von einem wichtigen Vertreter der erzbischöflichen Kurie
bedrängt, doch auf die Zelebration der Messe der Jahrtausende zu verzichten.
Ende Dezember wurde Hw.
Ambrosio von Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Piacenza-Bobbio in Mittelitalien ernannt.
Seine Alte
Messe in der Universitätskapelle blieb bis heute die einzige. Nicht nur das.
Jetzt haben in der Kapelle
der Universität, in welcher der Hochaltar bisher nicht angetastet wurde, Bauarbeiten begonnen, um einen
zum Volk gedrehten Mahltisch einzubetonieren.
„Es mag sein, daß es sich hier um ein Projekt handelt,
das seit Jahren geplant war. Doch die zeitliche Übereinstimmung fällt ins Auge und gibt zu denken“ –
kommentiert Tornielli – und fährt weiter:
„Zu denken gibt die Sache auch darum, weil die Liturgiereform –
und die Anweisung über die Altäre, die nicht auf das Konzil, sondern auf die Nachkonzilszeit zurückgeht –
seit längerem zu Ende ist.“
Tornielli weist auch darauf hin, daß Papst Benedikt XVI. erst im vergangen
Januar in der Sixtinischen Kapelle auf dem Hochaltar zelebrierte und auf einen zum Volk gerichteten mobilen
Mahltisch verzichtet hat.
© Titelbild: Mike McCaffrey, CC