Sonntag, 9. März 2008 17:58
„Dazu hat er mir ein Klerikergewand aus seinem Bekanntenkreis besorgt und einen Klerikerausweis“. Es war ein unvergeßliches Erlebnis.


Der St-Paulus-Dom in Münster
(kreuz.net) Hw. Hermann-Josef Silberberg (68) kennt den Bischof von Münster, Mons. Reinhard Lettmann,
seit dem Jahre 1959. Das berichtete der Geistliche auf der Webseite des Bistums Münster.
Hw. Silberberg
ist Priester des Bistums Münster und war Fachleiter für katholische Theologie am Studienseminar in Bochum.
Noch als Seminarist lernte Hw. Silberberg den damaligen Hw. Lettmann als Kaplan in seiner Heimatgemeinde
kennen.


Karte Bistum Münster
Als der Kaplan ein Jahr später zum Weiterstudium nach Rom zog, erhielt er an Pfingsten Besuch
des Seminaristen und ehemaligen Pfarrkindes.
Der damalige Papst Johannes XXIII. († 1963) weihte im Petersdom
gerade vierzehn Priester zu Missionsbischöfen.
Der junge Seminarist wäre gerne bei der Zeremonie dabei
gewesen. Doch das war nicht ohne weiteres möglich.
Da fand Hw. Lettmann eine Lösung, um den jungen
Studenten in den Petersdom zu schleusen.
„Dazu hat er mir ein Klerikergewand aus seinem Bekanntenkreis
besorgt und einen Klerikerausweis. Man konnte nur auf diese Weise ganz nah an den Papstaltar herankommen“ –
erinnert sich Hw. Silberberg.
Er sei dann erhobenen Hauptes durch Rom gegangen und habe dem Schweizer
Gardisten seinen Ausweis vorzeigt. Dieser führte ihn quer durch den Mittelgang zu einem der vordersten
Plätze:
„Ich war der erste ganz vorne neben dem Papstaltar“ – erinnert sich der Priester:
„Durch den
Ausweis konnte ich mich dort reinschleichen und kam mit den Familien zusammen.“
Die Zeremonie dauerte
fünf Stunden. Für den jungen Theologiestudenten aus Münster war das nach Angaben der Münsteraner Kirchenzeitung
ein unvergeßliches Erlebnis:
„Das Ereignis in Rom war für mich als junger Student ein Höhepunkt in
meinem Leben. Das hat er ermöglicht.“
© Titelbild: Marie-Luise Carl, GFDL