Dienstag, 11. März 2008 17:36
Der Vorsitzende der Schweizer Bischofskonferenz ist wegen einer Schwindelattacke drei Monate außer Gefecht. Die Boulevardpresse beginnt zu spekulieren.


Die Kirche St. Urs in Solothurn ist seit 1828 Kathedrale des Bistums Basel.
(kreuz.net, Basel) Der Bischof von Basel und Vorsitzende der Schweizer Bischofskonferenz, Mons. Kurt Koch
(57), wird erst ab Ostern wieder arbeiten. Das erklärte ein Pressesprecher des Bistums vor dem Lokalblatt
‘Basler Zeitung’.
Am 30. Dezember erlitt Bischof Koch während einer Messe im Kanton Freiburg eine Schwindelattacke.
Seitdem ist er nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten.
Angeblich war er noch bis Mitte Februar
intern tätig. Seidem haben ihm die Ärzte geraten, zunächst für drei Wochen völlig zu pausieren.
Heute Dienstag hätte Mons. Koch im Kanton Basellandschaft einen Pastoralbesuch abhalten sollen. Doch
das Bistum mußte absagen.
Ein Pressesprecher des Bistums erklärte, daß Mons. Koch auf Anraten der
Ärzte weitere zwei Wochen pausieren werde. An Ostern wolle er die Arbeit wieder aufnehmen. Der Bischof
befinde sich auf dem Weg der Besserung.
Nur etwas ErholungDer Generalvikar von Basel, Pater Roland Trauffer,
wollte den Zustand des Bischofs vor der ‘Neuen Luzerner Zeitung’ nicht kommentieren.
Der Gesundheitszustand
sei nicht besorgniserregend – so Pater Trauffer.
Das Blatt glaubt dem Generalvikar offenbar nicht. Es
fragt sich, wie es um die Gesundheit des Bischofs „tatsächlich steht“.
Die ‘Neue Luzerner Zeitung’ beruft
sich auf die Boulevardpresse. Dort stehe, der Bischof leide an einem Burn-out-Syndrom.
Das Syndrom bezeichnet
eine besonders ausgeprägte berufliche Erschöpfung.
Es kann von Erschöpfung und Niedergeschlagenheit,
Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magenkrämpfen oder körperlichen Dysfunktionen begleitet sein.
Typisch
sind auch Schuldgefühle oder Versagensängste. Der Betroffene erlebt seine Umwelt als nicht mehr kontrollierbar
und zieht sich in sich zurück.
Notwendiger erster Schritt ist die sofortige Verringerung der Belastung.
Doch solche Spekulation wurden von Generalvikar Trauffer bereits Mitte Februar dementiert. Der Bischof
brauche „nur etwas Erholung“.
Die Öffentlichkeit werde in den nächsten Wochen informiert. Im vorliegenden
Fall sei die Privatsphäre des Bischofs höher zu stellen als das Recht der Öffentlichkeit auf Information.
Pater Trauffer wörtlich: „Mit Spekulationen können wir leben. Die sind wir gewohnt.“