Freitag, 14. März 2008 11:10
Alt-Meß-Sensation in einer deutschen Bischofskirche
Allen Priester soll Mut gemacht werden, die Alte Messe kennen und schätzen zu lernen und keine Angst zu haben, sie in vielen Pfarrgemeinden zu zelebrieren. Ein Weihbischof hat mit Erfolg Unterschriften gesammelt. Morgen geht’s los.
Ostchor des Augsburger Doms.
Ostchor des Augsburger Doms.
(kreuz.net) Am 29. Februar sandte Bischof Maximilian Ziegelbauer (84) ein Schreiben an die lieben Freunde der außerordentlichen Form des Römischen Ritus.

Mons. Ziegelbauer ist emeritierter Augsburger Weihbischof und Dompropst im Ruhestand.

In dem Brief verkündet der Weihbischof seinen Adressaten eine gute Nachricht:

„Mit ihrer Unterschrift auf meiner Petition haben Sie dazu beigetragen, daß nach Rücksprache mit dem Bischöflichen Dompfarramt nun künftig regelmäßig samstags um 8 Uhr früh in der Marienkapelle des Hohen Domes zu Augsburg die Heilige Messe in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus gefeiert werden kann, und zwar erstmals am Samstag, den 15. März 2008.“

Mons. Ziegelbauer
Mons. Ziegelbauer
Der Weihbischof erinnert in seinem Schreiben an das 1200-jährige Jubiläum des Hohen Dom im vergangenen Jahr:

„Seit dem Jahr 807 wurde hier die Heilige Messe auf Latein und »versus Deum« gefeiert“ – erklärt er und fährt weiter:

„Nach einer Pause von fast vierzig Jahren wird nun erstmals wieder die Heilige Messe in dieser alterwürdigen Form zelebriert, die das Mysterium Gottes auf so anschauliche Weise verdeutlicht und zur Anbetung der göttlichen Majestät einlädt.“

Mit der Einrichtung dieser regelmäßigen Messe im Alten Ritus komme man dem Anliegen des Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI., nach, „dessen Liebe der alten lateinischen Liturgie gilt und der wünscht, daß die traditionelle Form auch die neue Form der Meßfeier befruchtet“.

Indem das im Dom – der Mutter und dem Haupt aller Kirchen des Bistums – geschehe, solle damit auch allen Priestern Mut gemacht werden, „diese Form der Feier des heiligen Meßopfers wieder kennen und schätzen zu lernen und keine Angst zu haben, sie in vielen Pfarrgemeinden wieder erlebbar werden zu lassen“.

Marienkapelle im Augsburger Dom
Marienkapelle im Augsburger Dom
Dann spricht der Weihbischof eine Einladung aus:

„Ich darf Sie hiermit herzlich zum heiligen Meßopfer am Samstag vor dem Palmsonntag einladen und hoffe, daß diese Samstagsmesse vor dem altehrwürdigen Gnadenbild der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria für Sie zu einem regelmäßigen geistlichen Wochentermin werden kann – soweit Ihre Terminplanung dies zuläßt.“

Er weist auch darauf hin, daß dem Anliegen sehr geholfen wäre, „wenn Sie in ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis diesen neuen regelmäßigen Meß-Termin bekannt machen würden“.

© Bilder: GNU-Lizenz; Pressefoto Bistum Augsburg
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