Freitag, 14. März 2008 16:24
Diesen Sommer werden sich Konterrevolutionäre ans Werk machen, um die Auferstehung des Christentums aus Schutt und Asche in die Wege zu leiten. Von
Dr. John C. Rao.


Das ‘Roman Forum’ ist der überlieferten Liturgie verpflichtet.
(kreuz.net) Das ‘Roman Forum’ wird von Laien organisiert. Es wurde im Jahr 1968 vom großen deutschen
Philosophen Dietrich von Hildebrand († 1977) in New York gegründet.
Das ‘Forum’ bemüht sich, die Kirche
durch eine Restauration der traditionellen Liturgie und durch eine tiefes Verständnis der Herrlichkeit
des Christentums, wie sie den meisten zeitgenössischen Katholiken unbekannt ist, zu verteidigen.
Seit
dem Jahr 1992 organisiert das Forum in der Ortschaft Gardone am Gardasee in Norditalien eine elftägige
Veranstaltung.
Jede dieser akademischen Anlässe konzentrierte sich bisher auf einen spezifischen Abschnitt
der Geschichte der katholischen Kultur. Doch das Forum will mehr: Es möchte den Teilnehmern zeigen, was
es bedeutet, ein umfassendes, zivilisiertes katholisches Leben zu führen.
Dieses Ziel wird vor allem
durch die Liturgie erreicht. Es gibt täglich fünf Messen, teils gesungen, teils gelesen. Zelebriert
wird sowohl der Ritus des Missale Romanum von 1962 als auch die byzantinische Liturgie des Heiligen Johannes
Chysostomus.
Dieses Jahr wird ein Chor aus Estland auch das Stundengebet singen. Alle liturgischen Zelebrationen
finden in der großartigen Pfarrkirche von Gardone statt. Das Gotteshaus stammt aus dem 17. Jahrhundert.
In ihm steht auch eine der besten Orgeln der Region.
Doch der katholische Mensch lebt nicht nur von der
Liturgie und von Vorträgen alleine.
Das Symposium beinhaltet auch Gelegenheiten zur Erholung in einer
der schönsten See-Gegenden Europas. Es werden auch Besuche in Verona und Venedig veranstaltet.
Dem Austausch
der Teilnehmer bei einem Glas Wein wird ebenfalls Raum geboten.
Viele der Teilnehmer sind seit der ersten
Veranstaltung vor sechzehn Jahren dabei. Damals ging es um das Christentum in der Spätantike.
Die Teilnehmer
bringen häufig ihre künstlerischen Begabungen zur Aufführung und veranstalten selber Abendkonzerte
oder mittelalterliche Mysterienspiele.
Das diesjährige Programm steht unter dem Titel „Diese Ruinen
sind bewohnt“. Mit dieser Thematik soll das päpstliche Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ gewürdigt
werden.
Das Symposium ist einer transatlantischen Diskussion gewidmet. Darin wird es um die Frage gehen,
wie der Geist der katholischen Zivilisation im Schutt dessen, was einst das Christentum war, verteidigt
und wiederaufgebaut werden kann.
Die über fünfzig Teilnehmer stammen aus Südamerika, Spanien, Großbritannien,
Deutschland, Italien, Frankreich, Polen, Estland und den Vereinigten Staaten. Sie werden eine Art traditionalistisches
Parlament bilden und Arbeitsrichtlinien für die katholische Konterrevolution ausarbeiten.
Besucher aus
ganz Europa sind eingeladen teilzunehmen. Es ist auch möglich, nur an einem Teil des Programms dabeizusein.
Die Veranstaltung unterhält eine eigene Webseite
mit mehr Informationen.
© Titelbild: JD Treat, CC