Samstag, 15. März 2008 08:20
Der Name der Enzyklika + Päpstliche Würdigung + Gegenangriff + Verleumdungsklage + Ein passender Vergleich
Der Name der EnzyklikaVatikan. Die dritte Enzyklika von Papst Benedikt XVI. wird den Titel ‘Caritas
in veritate’ – Liebe in Wahrheit – tragen. Das berichteten italienische Medien am Donnerstag. Das Lehrschreiben,
das sich mit der christlichen Soziallehre beschäftigt, streicht die Würde des Menschen heraus und erinnert
an den Vorrang des Gemeinwohls im globalen Wirtschaftssystem.
Päpstliche WürdigungVatikan. Papst
Benedikt XVI. hat in einem Telegramm an die Fokolare-Bewegung das „fruchtbare Leben“ der am Freitag verstorbenen
Fokolare-Gründerin Chiara Lubich hervorgehoben. Der Heilige Vater hofft, daß, „jene, die Chiara Lubich
kennen gelernt haben und ihr begegnet sind, im Staunen über die Wunder, die Gott durch ihren missionarischen
Eifer gewirkt hat, in ihre Fußspuren treten und ihr Charisma am Leben erhalten“.
GegenangriffDeutschland.
Bei der Urteilbegründung im Prozeß gegen den ehemaligen Pfarrer von Riekofen griff der Richter das Bistum
Regensburg am Donnerstag scharf an. Das Bistum habe den Priester durch einen erneuten Einsatz in der Pfarrseelsorge
in eine „Versuchungssituation“ gebracht. Bereits am Freitag konterte Bischof Gerhard Ludwig Müller von
Regensburg. Er gab der Justiz Mitschuld an dem Rückfall des Ex-Pfarrers. Nach der ersten Verurteilung
im Jahr 2000 hätten die Richter das Bistum vor Ablauf der Bewährungsfrist vor dem pädophilen Geistlichen
warnen müssen.
VerleumdungsklageDeutschland. Der Chef der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, hat den
Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Michael Szentei-Heise, wegen Beleidigung und Verleumdung
angezeigt. Das berichtete die Tageszeitung ‘Rheinische Post’ am 12. März. Szentei-Heise hatte den Bahnchef
als „Führer der neuen Reichsbahn“ bezeichnet, weil die Bahn von einem Ausstellungszug, welcher der NS-Deportationen
gedenkt, Trassengebühren verlangt. Zeitgleich zeigt die Bahn in verschiedenen Bahnhöfen eine ähnliche
Ausstellung. Szentei-Heise hatte unter anderem erklärt: „Wenn Herr Mehdorn im Dritten Reich in derselben
Position gewesen wäre, hätte er mit großer Überzeugung Deportationen angeordnet.“


Werbung der ‘Jungen ÖVP Wien’
Ein passender Vergleich
Österreich. Mit einem unbekleideten Herrn, der im Bett zwischen zwei Frauen liegt und sich nicht entscheiden
kann, wirbt die christdemokratische ‘Junge ÖVP Wien’ für die Hebung der Wahlbeteiligung durch eine Stimmabgabe
über elektronische Wahlmaschinen im Internet. Die Aktion steht unter dem Motto: „Die richtige Wahl. Junge
ÖVP Wien fordert E – Voting“.