Dienstag, 18. März 2008 08:49
Lieber Herr Küng! + Theorie und Praxis + Der Bischof soll zurücktreten + Erneuter Skandal um Polens First Lady + Selbstmörderin gestoppt


Benedikt XVI. im Vatikan
Lieber Herr Küng!„»Lieber Herr Küng« beginnt der Brief vom Herbst 2007, mit dem sich Benedikt XVI.
bedankte. Der Theologe sei, so der Papst, seinen Weg seinem Gewissen gemäß gegangen, »davor habe ich
Respekt«. Auch er, Ratzinger, sei den Weg des Gewissens gegangen. Küng sieht in den folgenden Ausführungen
gemeinsame Spiritualität, »die es ermöglichen würde zusammenzuarbeiten«.“
Aus einem Bericht der
deutschen ‘Katholischen Nachrichtenagentur’ anläßlich des 80. Geburtstags des von Papst Johannes Paul
II. amtsenthobenen Theologen Hw. Hans Küng.Theorie und PraxisVatikan. Jede fünfte geschiedene Ehe
in Italien wird von der Rota Romana, dem obersten vatikanischen Berufungsgericht annulliert. Innerhalb
der vergangenen drei Jahre ist dort die Anzahl solcher Anträge um ein Viertel gestiegen. Die meisten
Annullierungs-Anträge kommen aus den USA und Polen. Das vatikanische Ehegericht behandelt nur Fälle,
in denen auf diözesaner Ebene Berufung eingelegt wurde. Erst kürzlich rief der Papst dazu auf, bei Eheannullierungen
restriktiv vorzugehen. Der Heilige Vater ermahnte beispielweise, daß „psychisches Unvermögen“ kein Grund
sei, eine Ehe als nicht vollzogen zu betrachten.
Der Bischof soll zurücktretenUSA. In einem für die
Vereinigten Staaten äußerst ungewöhnlichen Schritt haben 45 Priester der Diözese Belleville – fast
die Hälfte des Diözesanklerus – ihren schwarzen Diözesanbischof, Mons. Edward Braxton (63), brieflich
dazu aufgefordert, aus seinem Amt zu scheiden. Sein Rücktritt wäre für ihn und die Diözese gut – so
die Priester. Sie gaben an, wegen des Führungsstils des Bischofs zunehmend frustriert zu sein. Im Januar
hat der Bischof angeblich diözesane Gelder
veruntreut. Er hat schon seit seiner Ernennung mit dem Widerstand
des Klerus zu kämpfen.
Erneuter Skandal um Polens First LadyPolen. Die Ehefrau des polnisches Staatspräsidenten
Lech Kaczynski,
Maria Kaczynska, hat sich in einem Interview für das Nachrichtenmagazin ‘Wprost’ für
die künstliche Befruchtung ausgesprochen. Bei dieser werden Kleinstkinder getötet. Der Sekretär der
bischöflichen Familienkommission, Hw. Andrzej Rabacz, betonte daraufhin, daß sich die First Lady „außerhalb
der Lehre der Kirche“ bewege.
Selbstmörderin vorerst gestopptFrankreich. Ein Gericht in der ostfranzösischen
Stadt Dijon hat einen Antrag auf Beihilfe zum Selbstmord abgelehnt. Eine 52jährige frühere Lehrerin,
die an einem Krebsgeschwür im Gesicht leidet, verlangte von ihren Ärzten vergiftet zu werden. In der
Begründung erklärte das Gericht, der Antrag der Frau stehe im Widerspruch zur ärztlichen Verpflichtung,
Leben zu retten. Er sei auch mit dem französischen Strafrecht nicht vereinbar, das die aktive Euthanasie
verbiete. Die Frau kündigte nun an, sich in einem anderen Land vergiften lassen zu wollen.